Felix Blog zu diesem und jenem

Potablog 1338.at Header

 
Hier mein neuestes Werk. Und darauf muss ich sagen bin ich ziemlich stolz. Ich darf hier meinen ersten selbstgebauten Röhrenverstärker präsentieren! Taddarradada!

Vorneweg: Auf die Diskussion, ob Röhrenverstärker nicht längst überholt sind und nur von Audiophilen Idioten hochgelobt werden, lasse ich mich erst gar nicht ein.

Es handelt sich um den "Molly" Bausatz von Tube-Town.net, einem einkanaligen Nachbauversion des viel geliebten Vox AC-30. Da ich schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt habe, mir einen Röhrenverstärker anzuschaffen oder noch besser selber zu bauen, habe ich mich für einen Bausatz entschieden, da hier alle Teile enthalten sind und der Schalt- und Bauplan auch verifiziert sind. Da diese Art Verstärker potentiell tödliche Hochspannungen benötigen war auch einiges an vernünftiger Vorausplanung und gewissenhaftes Arbeiten nötig, was dadurch erleichtert wird. Zudem bietet Tube-Town ein passendes Chassis und allen sonstigen Schnickschnack an um dem guten Stück auch das gebührende Äußere zu geben. Denn das Auge spielt mit ;)

Entschieden habe ich mich bei der Gestaltung des Äußeren einerseits für rotes Tolex (der unten zu sehende PVC Bezug) - inspiriert von Markus' Limited Edition AC-15, sowie schwarzen Eckenschonern und einem passend rotem Ledergriff. Ein großes Danke an Patrik der mir beim Aufziehen des Tolex geholfen und die Ecken bereits perfektioniert hat! Die Face- und Backplate habe ich selbst entworfen, die Schalter und Potis tlw. neu positioniert und per Wasserschiebefolie auf eine Aluplatte aufgebracht. Versiegeln in Epoxidharz und schon fertig. Das letzte Detail wurde dann wiederum von Patrik ins Rollen gebracht, da die mitgelieferte Frontblende nicht wirklich befriedigend war. So entschied ich mich für "Grill cloth" für die Front, passend zur Box und auch tlw. transparent, sodass man das Interieur noch begutachten kann.
Natürlich habe ich mir die künstlerische Freiheit genommen vom Bauplan etwas abzuweichen. So habe ich einerseits eine andere On/Off Lampe installiert und den Klinkenoutput durch einen Neutrik Speakon/Klinken Kombostecker ersetzt, kompatibel zu meiner - auch selbst gebauten - Box. Zusätzlich kam ein Wahlschalter für die Outputimpedanz - 8 und 4 Ohm - um evtl. eine andere Box anstecken zu können. Dazu mussten lediglich andere Output-Pins des Transformators auf einen 2PDT Schalter verbunden werden. Die größte Änderung war jedoch die Einführung eines Standby-Schalters. Ob der wirklich nötig ist, kann man diskutieren, ich fand es aber klassisch und da das Original ja auch einen hat... Dazu wurde für die Hochsspannungsseite des Netztrafos ein 82kOhm Widerstand mit hoher Belastbarkeit (2W) auf einen Schalter gelötet, der den Widerstand überbrückt, wenn Standby ausgeschalten wird. Das hat zur Folge, dass bei Betätigung des On/Off Schalters erstmal nicht die volle Hochspannung (ca. 300V) durchkommen und die Stabilisierungskondensatoren der Spannungsversorgung nicht sofort vollen Strom bekommen und so etwas schonender Aufladen. Dennoch ist die Heizspannung bereits auf den Röhren, sodass diese schon vorwärmen können. Ein weiterer Vorteil: kein "Blopp" beim Einschalten.

Funktioniert hat das Ganze dann natürlich nicht auf Anhieb. Mit Patriks Unterstützung wurde der Verstärker vor Inbetriebnahme nochmals überprüft und alles sah gut aus, bis wir die Röhren installiert hatten. Zack! interne Sicherung durchgebrannt... Nachdem wir neue Sicherungen besorgt hatten, konnte ich ledeglich feststellen, dass kein Fehler zu finden war und die Sicherung dennoch durchbrannte sobald die Vor- oder Endstufenröhre eingebaut war. Der Fehler war - wie üblich - ein natürlich kleiner und unscheinbarer und verständlicherweise nicht von mir verursacht :) Der Händler hatte statt einer trägen Durchbrennsicherung eine flinke geliefert, die die Stromspitze im Einschaltmoment nicht überlebt. Richtige Sicherung und schon schnurrt der Verstärker einwandfrei. Mit nur 5W ist der Verstärker zwar nicht sehr leistungsstark, aber dennoch mehr als laut genug um alle meine Nachbarn zu wecken. Klingt auf jeden Fall ausgezeichnet, hat keinerlei Rauschen und beginnt auch leicht zu zerren, wenn man den Volume nur hoch genug dreht.

Nun aber endlich zu der Bilderserie:

Picture
Die Spannungsversorgung

Picture
bestückte Platine

Picture
Chassis noch recht am Anfang

Picture
Möge der Kabelsalat beginnen

Picture
Heizleiter und Groundbus fertig

Picture
Fancy Photo mit Verschmiertem Hintergrund. Check!

Picture
Fertige Verkabelung

Picture
und das ganze von Außen

Picture
Tolexiertes Gehäuse

Picture
eine von Patriks meisterhaften Ecken

Picture
Mit Kantenschonern, Griff und verbautem Chassis

Picture
Fertig von Vorne

Picture
Und die Rückseite

Picture
Gruppenphoto. Nein, das sind nicht alle Pedale...
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Montag, 02.02.2015, 23:47
Eingeordnet unter: Musik, Pedals


Eine neue Variante des viel geliebten Electro-Harmonix Big Muff Fuzz Pedals (also eine Art Verzerrer wieder einmal). Von dem Pedal gibt es mehr Versionen als ich zählen kann und diese hier ist der Wahnsinn. Von Mitgliedern vom madbeanpedal forum entwickelt, hat diese Version mehr Tonkontrolle als alle anderen kombiniert. Die 2 Kontrollen sind sehr interaktiv und reichen von dumpf bis brilliantem Sound. Und der Sustain ist unglaublich; man hat das Gefühl einmal anschlagen reicht um für 2min einen Ton zu hören.

Optisch find ich das Pedal sehr gelungen und es hat auch genug Zeit gekostet. Inspiriert von den Scott Pilgrim Comics fand ich das Cover sehr treffend für einen Verzerrer. Nach ca. 9 Versuchen den Tonertransfer so hinzubekommen wie ich wollte, hab ich es dann schlussendlich geschafft und konnte das Gehäuse mit NaOH ätzen. Nachträgliches ansprühen in schwarz und abschmiergeln der leicht erhabenen Stellen liefert den gezeigten Kontrast. Abschluss mit glänzendem Klarlack und fertig. Falsch gedacht... ich musste drei Mal lackieren bis es so war wie ich es wollte, hat sich aber meiner Meinung nach rentiert.

Picture Picture Picture
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Freitag, 28.11.2014, 20:00
Eingeordnet unter: Musik, Pedals


Ein EHX Electric Mistress Klon. Cover inspiriert vom Namen. Die Knöpfe sind recht tief gesetzt damit die obenliegenden Klinken sich ausgehen, daher sind sie leider tlw. mitten im Bild.
Nur der Vollständigkeit halber: es handelt sich um einen Flanger, die zu den Modulationseffekte gehören und recht ähnlich zu Chorus sind. Basiert wieder auf dem MN3007 Bucket-Brigade-Delay chip.

Picture Picture Picture
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 09.11.2014, 21:00
Eingeordnet unter: Pedals


Diesmal gibt es einen Compressor zu sehen. Ein Compressor gleicht Lautstärken etwas an, das heißt das zart gezupfte und härter angeschlagene Töne gleich gut zu hören sind. Wird vor allem im Blues verwendet, kann aber am Ende der Pedalkette etwas außerhalb des standardmäßigen Gebrauchs verwendet werden.

Erstmalig hier ein 1590A Gehäuse, das um einiges kleiner ist als die bisher verwendeten. Das ergibt eine ganz neue Herausforderung, wenn man nicht mal mit 2 Fingern nebeneinander ins Gehäuse kommt. Obwohl das Board nur einen Drehwiderstand hat und auch sonst eher klein ist, hab' ich mir nicht leicht getan alles gut unterzubringen und musste den IC-Sockel mühsam auslöten, um den Gehäusedeckel aufbringen zu können.
Um dem kleinen Gehäuse entgegenzuwirken, hab ich die größtmöglichste Leuchte montiert (16mm Durchmesser). Da es auch nur einen Volume Regler gibt (Sustain ist ein interner Trimmer), wollte ich das ganze schlicht halten und außerdem ist das schwarze Gehäuse schwer zu beschriften. Daher simpel aber stilvoll in schwarz ohne Beschriftungen.

Picture Picture

Picture

Picture
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Mittwoch, 05.11.2014, 23:27
Eingeordnet unter: Musik, Pedals


Nach dem eher frustierenden Bau des Sparklehorn, präsentiere ich stolz meine beste Fabrikation bisher. Der Quantum Overdrive 2.0

2.0 daher, da es mein allererstes Pedal (Quantum OD 1.0) ersetzen wird. Beide basieren auf dem legendären Klon Centaur Overdrive, dieses hier ist jedoch die modifizierte Variante von madbeanpedals, die über mehr Optionen verfügt, wie zB die Möglichkeit auf verschiedene Clipping Dioden (diese sind für den Klangcharakter der Verzerrung zuständig) und einen Fat Schalter für dezent mehr Bass. Außerdem ist Verion 2.0 nur ca. 1/2 so groß wie sein Vorgänger.

Geätzt wurde das Gehäuse wie beim Sparklehorn nach Tonertransfer mit FeCl3 Lösung und auch hier gibt es noch einige Imperfektionen. Ich vermute, dass ich zu lange ätze und somit die Maske mit der Zeit den Geist aufgibt. Immer noch work in progress...
Wie auch immer, als besonderes Feature hat diese Version einen Plexiglasboden verpasst bekommen. Durch die seitlich montierten blauen LEDs (Physik Nobelpreis 2014 übrigens) entsteht eine Art Unterbodenbeleuchtung, die für einen sehr schönen optischen Effekt am Board sorgt. Bei der Auswahl der sekundären Clipping Dioden hab' ich verschiedene Ge und Si Dioden versucht, meine Wahl viel dann schlussendlich jedoch auf rote LEDs, da diese einen netten Kontrast zu den sanften 1n34a Ge-Dioden liefern und als Bonus hab ich sie an die Oberkante verkabelt, sodass man beim Sie beim Spielen leuchten sieht.

Leider ist das ganze schwer zu photographieren, da man das Licht besser im Dunkeln sieht, die Bilder dann wegen langer Belichtung aber zum Verwackeln tendieren. Es sieht in Wirklichkeit auf jeden Fall um einiges besser aus.

Picture Picture
Tonertransfer auf dem Gehäuse. Bei den Knöpfen bin ich mir noch nicht so sicher

Picture Picture
Man beachte die roten LEDs an der Oberkante

Picture
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 19.10.2014, 12:11
Eingeordnet unter: Pedals


Gehe zu Seite 1 ... 4 5 6 7 8 9 10