Felix Blog zu diesem und jenem

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Eine neue Variante des viel geliebten Electro-Harmonix Big Muff Fuzz Pedals (also eine Art Verzerrer wieder einmal). Von dem Pedal gibt es mehr Versionen als ich zählen kann und diese hier ist der Wahnsinn. Von Mitgliedern vom madbeanpedal forum entwickelt, hat diese Version mehr Tonkontrolle als alle anderen kombiniert. Die 2 Kontrollen sind sehr interaktiv und reichen von dumpf bis brilliantem Sound. Und der Sustain ist unglaublich; man hat das Gefühl einmal anschlagen reicht um für 2min einen Ton zu hören.

Optisch find ich das Pedal sehr gelungen und es hat auch genug Zeit gekostet. Inspiriert von den Scott Pilgrim Comics fand ich das Cover sehr treffend für einen Verzerrer. Nach ca. 9 Versuchen den Tonertransfer so hinzubekommen wie ich wollte, hab ich es dann schlussendlich geschafft und konnte das Gehäuse mit NaOH ätzen. Nachträgliches ansprühen in schwarz und abschmiergeln der leicht erhabenen Stellen liefert den gezeigten Kontrast. Abschluss mit glänzendem Klarlack und fertig. Falsch gedacht... ich musste drei Mal lackieren bis es so war wie ich es wollte, hat sich aber meiner Meinung nach rentiert.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Freitag, 28.11.2014, 20:00
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Ein EHX Electric Mistress Klon. Cover inspiriert vom Namen. Die Knöpfe sind recht tief gesetzt damit die obenliegenden Klinken sich ausgehen, daher sind sie leider tlw. mitten im Bild.
Nur der Vollständigkeit halber: es handelt sich um einen Flanger, die zu den Modulationseffekte gehören und recht ähnlich zu Chorus sind. Basiert wieder auf dem MN3007 Bucket-Brigade-Delay chip.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 09.11.2014, 21:00
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Diesmal gibt es einen Compressor zu sehen. Ein Compressor gleicht Lautstärken etwas an, das heißt das zart gezupfte und härter angeschlagene Töne gleich gut zu hören sind. Wird vor allem im Blues verwendet, kann aber am Ende der Pedalkette etwas außerhalb des standardmäßigen Gebrauchs verwendet werden.

Erstmalig hier ein 1590A Gehäuse, das um einiges kleiner ist als die bisher verwendeten. Das ergibt eine ganz neue Herausforderung, wenn man nicht mal mit 2 Fingern nebeneinander ins Gehäuse kommt. Obwohl das Board nur einen Drehwiderstand hat und auch sonst eher klein ist, hab' ich mir nicht leicht getan alles gut unterzubringen und musste den IC-Sockel mühsam auslöten, um den Gehäusedeckel aufbringen zu können.
Um dem kleinen Gehäuse entgegenzuwirken, hab ich die größtmöglichste Leuchte montiert (16mm Durchmesser). Da es auch nur einen Volume Regler gibt (Sustain ist ein interner Trimmer), wollte ich das ganze schlicht halten und außerdem ist das schwarze Gehäuse schwer zu beschriften. Daher simpel aber stilvoll in schwarz ohne Beschriftungen.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Mittwoch, 05.11.2014, 23:27
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Nach dem eher frustierenden Bau des Sparklehorn, präsentiere ich stolz meine beste Fabrikation bisher. Der Quantum Overdrive 2.0

2.0 daher, da es mein allererstes Pedal (Quantum OD 1.0) ersetzen wird. Beide basieren auf dem legendären Klon Centaur Overdrive, dieses hier ist jedoch die modifizierte Variante von madbeanpedals, die über mehr Optionen verfügt, wie zB die Möglichkeit auf verschiedene Clipping Dioden (diese sind für den Klangcharakter der Verzerrung zuständig) und einen Fat Schalter für dezent mehr Bass. Außerdem ist Verion 2.0 nur ca. 1/2 so groß wie sein Vorgänger.

Geätzt wurde das Gehäuse wie beim Sparklehorn nach Tonertransfer mit FeCl3 Lösung und auch hier gibt es noch einige Imperfektionen. Ich vermute, dass ich zu lange ätze und somit die Maske mit der Zeit den Geist aufgibt. Immer noch work in progress...
Wie auch immer, als besonderes Feature hat diese Version einen Plexiglasboden verpasst bekommen. Durch die seitlich montierten blauen LEDs (Physik Nobelpreis 2014 übrigens) entsteht eine Art Unterbodenbeleuchtung, die für einen sehr schönen optischen Effekt am Board sorgt. Bei der Auswahl der sekundären Clipping Dioden hab' ich verschiedene Ge und Si Dioden versucht, meine Wahl viel dann schlussendlich jedoch auf rote LEDs, da diese einen netten Kontrast zu den sanften 1n34a Ge-Dioden liefern und als Bonus hab ich sie an die Oberkante verkabelt, sodass man beim Sie beim Spielen leuchten sieht.

Leider ist das ganze schwer zu photographieren, da man das Licht besser im Dunkeln sieht, die Bilder dann wegen langer Belichtung aber zum Verwackeln tendieren. Es sieht in Wirklichkeit auf jeden Fall um einiges besser aus.

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Tonertransfer auf dem Gehäuse. Bei den Knöpfen bin ich mir noch nicht so sicher

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Man beachte die roten LEDs an der Oberkante

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 19.10.2014, 12:11
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Das wird eine längere Geschichte - hauptsächlich vom kläglichen Scheitern meinerseits. Wen es nicht interessiert, kann gleich nach unten zu den Bildern scrollen.

Inspiriert von Jason's atemberaubenden Brazen Bull, hatte ich die Idee, ein Gehäuse mit Kupfer (Cu) zu beschichten, um dann Teile davon wegzuätzen. Das sollte in einem schön glänzendem Kupfer-Alu Kontrast enden mit viel Bling-Bling, treffend zum Namen des Projekts: Sparklehorn.

Gesagt getan, hab' ich mich in der Kupfer-Abscheiderei versucht. Ausgangsstoffe waren Kupfersulfat (CuSO4) in leicht saurer Lösung (pH ca. 2), einer Zink Anode und das Aluminiumgehäuse als neg. Pol (Kathode). Erste Versuche am Gehäuseboden funktionierten recht gut, also wurde schlussendlich in ca. 7-stündiger Arbeit das gesamte Gehäuse verkupfert. Schlussendlich hatte ich den Vorgang so perfektioniert, dass ich etwas in Kupfer auf das Gehäuse schreiben hätte können, da die Abscheidung sehr lokal auf die Anodenspitze beschränkt war. Wie auch immer, ich war mit dem Resultat eigentlich ziemlich zufrieden.

Als nächstes sollte also geätzt werden. Als Maske dafür sollte dieses Mal nicht Photolack dienen, da ich dabei eher gemischte Resultate erzielt hatte, sondern Tonertransfer. Dabei wird mit Laserdrucker auf Glazpapiert gedruckt, sodass der Toner dann durch Hitze (Bügeleisen) auf das Gehäuse transferiert werden kann. Geätzt wird dann nur auf den nicht von Toner bedeckten Flächen. Nach einem Testversuch vor längerer Zeit, schaffte ich den Transfer zuerst nicht so perfekt wie ich ihn gerne gehabt hätte und ich musste mir neues Papier dafür besorgen. Das gekaufte Photopapier stellte sich dann als unglaubliche Fehlentscheidung heraus, da es sich mehr oder weniger willkürlich mit der Al-Oberfläche verklebte und beim Entfernen Teile des Kupfers mit herunterriss. Das führte zu weiteren 2h verkupfern.

Der nächste Tonertransfer mit normalem Glanzpapier glückte dann immerhin und ich konnte mit FeCl3 Lösung ätzen. Leider war ich nicht ganz vorrausschauend genug... Aluminium - unedler als Kupfer - wird natürlich präferentiell oxidiert/gelöst und daher wurde nicht nur das Kupfer weggeätzt sondern auch das darunterliegende Aluminium. Dies führte zu unerwünschtem Relief, mattem Aluminium und teils nicht geätztem Kupfer. So sah das ganze dann im Detail aus:

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Ich war damit unzufrieden und beschloss, das ganze in einen Kupfer-Schwarz Kontrast zu verwandeln. Schwarz ansprühen und die erhabenen Teile wegzuschmirgeln klingt einfach, hat aber nicht wirklich funktioniert und das Resultat war scheußlich. Die Konsequenz war, dass ich weitere 2h damit zugebracht habe, die Oberseite des Gehäuses wieder plan zu schleifen... Schlussendlich hab' ich dann ein schnell entworfenes Decal mit kupferfarbenem Hintergrund verwendet und aufgeklebt. Epoxid darüber und endlich fertig.

Zumindest kann ich sagen, dass ich keine Probleme mit den gesetzten Bohrlöchern hatte, was bei 8 auf der Platine fixierten Potentiometern (Drehregler) an ein Wunder grenzt. Dafür war das Verkabeln dann wieder ein mühsames Unterfangen, das in lautem Fluchen geendet hat und weitere 4h gekostet hat. Die Verkabelung ist zwar ganz gut geworden, aber ich bin dennoch mit dem Gesamteindruck nicht wirklich zufrieden, weil meine anfängliche Idee nicht gefruchtet hat.
Wer bis hierher gelesen hat, darf sich von mental von mir auf die Schulter geklopft fühlen :)

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Samstag, 18.10.2014, 15:51
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