Felix Blog zu diesem und jenem

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Kurz: ein Compressor von Lectric-FX, ein Nachbau des Diamond Comp. Kling gut, ist subtil und sieht gut aus. Geätztes Gehäuse, sparkle green lackiert und mit Klarlack versiegelt.

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TIPP FÜR DEN TONERTRANSFER (Ätzmaske): Gehäuse schmirgeln (600er Körnung, nass), ausgedruckte Maske auflegen, mit dem Bügeleisen erhitzen UND MIT EINEM TAPETENROLLER mehrfach darüber rollen. Die letzten 2 Schritte 5x machen und der Transfer ist perfekt. Spart Zeit und Frustration.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Mittwoch, 06.05.2015, 21:58
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Nachdem ich vor kurzem hier meine erste selbst gelayoutete (gibts hier ein deutsches Wort?!?) Platine präsentieren konnte, gibt es jetzt das fertige Effektgerät zu sehen. Die Platine beruht voll und ganz auf dem Arcadiator Fuzz Projekt von Fredrik Lyxzén von Parasit Studio. Mittlerweile gibt es zwar bereits eine kommerziell erhältliche Platine (www.rullywow.com), jedoch darf ich voller Stolz sagen, dass mein Design in ein wesentlich kleineres 125B Gehäuse passt und dennoch alle Pots und Schalter direkt auf der Platine befestigt sind, dh. keine lästige Verkabelung. :)

Leider hatte ich erst nach dem Bohren gemerkt, dass IC3 inklusive des Sockels zu hoch ist, als dass noch oben liegende Klinkenstecker Platz möglich wären. Also musste ich den 14 Pin Sockel entlöten (mühsam!!) und den IC direkt einlöten. Dabei hatte ich die Platine etwas beschädigt und war mir nicht sicher ob der IC die Hitze auch wirklich überstanden hatte. Zudem bildete ich mir, dass der Effekt nicht mehr so klang, wie zuvor. Kurzum: Potis und Schalter entlöten, ICs ernten und eine zweite Platine bestücken (OSH park produziert nur in Multiplen von 3). Diese funktionierte dann wenigstens nach kurzer Fehlersuche einwandfrei. Hier also das fertige Produkt:


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Evtl. ist schon jemanden aufgefallen, dass die Knöpfe hier nicht ganz so transparent und gerade sind wie sonst üblich. Das liegt daran, dass die Knöpfe selbst gemacht wurden. Dazu wurde zuerst eine Negativmaske aus Silikon von div. kommerziellen Knöpfen abgeformt, die nach dem Trocknen mit Epoxidharz gefüllt wurde. Aufgrund der Dicke können leider nicht alle Blasen entfernt werden. Einfärben lieferte leider nicht so tolle Ergebnisse, da sich der Dispersionsfarbstoff nicht so recht im Epoxid lösen wollte. Dennoch muss ich sagen, dass die Detailgenauigkeit der Silikonmaske unglaublich ist. Man kann den Schlitz der Madenschrauben sehen, sowie die Seriennummer an einem Knopf bei dem das Silikon übergeronnen ist.

Summa summarum muss ich dennoch sagen, dass ich keine Knöpfe mehr machen werden, weil es schlichtweg die Arbeit nicht wert ist. Einerseits, weil die Knöpfe nur Replikas von kommerziellen Knöpfen sind und diese in vielen Farben in besserer Qualität zu mehr oder minder vernünftgen Preisen erhältlich sind. Andererseits, weil das Bohren der Knöpfe eine Drecksarbeit ist. Dabei werden einem die Knöpfe entweder aus der Hand gerissen oder schneiden einem den Finger auf.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 05.04.2015, 21:14
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Die Platine zu diesem Fuzz Effekt hatte ich im Dezember von Paul von diyguitarpedals.au geschenkt bekommen. Das Projekt ist eine abgeänderte Variante des ZVex Fuzz Factory, einem Effekt der besonders durch Matt Bellamy von Muse bekannt geworden ist. Der Fuzz reicht von Standardtönen bis zu abgehacktem Geplärre :D

Da ich die Platine gewonnen hatte indem ich nachgeschaut hatte, dass Pauls zweites Hobby Whiskey ist, hat jemand vorgeschlagen dass das Projekt den Namen Buzz Factory tragen sollte (Anm.: Buzz=Schwips, Alkohol). Ich wollte schon länger ein Pedal mit chemischer Struktur machen und habe hier endlich den passenden Vorwand gefunden und mich dafür entschieden ein Ethanol Molekül abzubilden (Ethanol=Trinkalkohol) und das ganze mit einer Breaking Bad Schrift zu kombinieren. Leider hatte ich beim ersten Versuch die Beschriftungen vertauscht und musste die ansonsten gut gelungene Ätzerei wieder wegschmirgeln. Beim zweiten Versuch hat mir die Farbe einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil sie ersten nicht gut deckte und zweitens nicht zu schmirgeln ging. Das dritte Mal ging komplett in die Hose und ich verlor sehr viel Details, so dass ich wieder von Vorne beginnen konnte. Nach sechs Versuchen Tonertransfer (Ätzmaske) war ich zufrieden und konnte ein letztes Mal ätzen was zu einem guten Ergebnis führte. Die verwendete Farbe ist übrigens eine Dupli Color Metallic Farbe, für den Fall dass das jemand nachmachen will. Tutorials zum Ätzprozess sind hier zu finden:

http://music.codydeschenes.com/?page_id=2035

http://diy-guitar-effects.tumblr.com/etching

Der Einbau der Platine war einer der anspruchsvollsten, die ich je gemacht hatte. Nicht weil die Platine anspruchsvoll wäre, sondern weil sich alles nur ums a****lecken ausging. Für sechs Potentiometer (Drehregler) und oben liegende In/Out/DC Klinken war einiges an Abmessen/Planen und Abweichen von der Standardanordnung nötig und selbst dann musste ich ziemlich würgen um die letzte Klinke einzubauen.
Alles in allem bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden, obwohl das Blau für mehr Kontrast dunkler sein dürfte und die Knöpfe evtl. noch getauscht werden.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 22.03.2015, 17:45
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Schon wieder Elektronik. Dieses Mal jedoch eine von mir selbst designte Platine für einen Schmitt-Trigger basierten Fuzz (digitale Schwelle). Das Projekt stammt von Fredrik Lyxzén (Parasit Studios), der den Schaltplan freundlicherweise öffentlich verfügbar macht.
Nachdem ich den Schaltplan in Eagle CAD nachgezeichnet hatte, konnte ich mit dem selben Programm den Plan in eine zweiseitige Platine umwandeln. Das dauerte einige Stunden, obwohl eigentlich nur wenige Bauteile für den Effekt nötig sind. Nachdem der Schaltplan bestätigt wurde, konnte ich die Platine bei OSH Park bestellen. Dieses Unternehmen nimmt viele einzelne Projekte einzelner Kunden, fügt sie auf einem großen Panel zusammen, die dann auf einmal produziert werden. Auf diese Weise spart sich der Kunde sehr viel Kosten, da die Maschinenkosten, etc. zwischen allen geteilt werden. Somit kosteten mich 3 Platinen meines Layouts 24 $ mit Gratisversand aus den USA.

Das ganze wurde so designed, dass es alle Potentiometer und Schalter direkt angelötet werden, also keine umständliche Verkabelung nötig ist und es dennoch in ein 125B Gehäuse passt. Gestern wurde die Platine bestückt, und ausprobiert. Nachdem ich offenbar versehentlich 9V Versorgung am Input angesteckt hatte, rauchte gleich mal ein Bauteil ab. Ich konnte diesen aber nicht identifizieren und alle nachgemessenen Werte passten gut, also nochmal versucht ohne was zu ändern und es funktioniert perfekt. Wunderbarer Nintendo 8bit Blip-Blop Fuzz bzw. mit den richtigen Einstellungen massiver Octave Up/Down Fuzz.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 08.03.2015, 10:41
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Hier mein neuestes Werk. Und darauf muss ich sagen bin ich ziemlich stolz. Ich darf hier meinen ersten selbstgebauten Röhrenverstärker präsentieren! Taddarradada!

Vorneweg: Auf die Diskussion, ob Röhrenverstärker nicht längst überholt sind und nur von Audiophilen Idioten hochgelobt werden, lasse ich mich erst gar nicht ein.

Es handelt sich um den "Molly" Bausatz von Tube-Town.net, einem einkanaligen Nachbauversion des viel geliebten Vox AC-30. Da ich schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt habe, mir einen Röhrenverstärker anzuschaffen oder noch besser selber zu bauen, habe ich mich für einen Bausatz entschieden, da hier alle Teile enthalten sind und der Schalt- und Bauplan auch verifiziert sind. Da diese Art Verstärker potentiell tödliche Hochspannungen benötigen war auch einiges an vernünftiger Vorausplanung und gewissenhaftes Arbeiten nötig, was dadurch erleichtert wird. Zudem bietet Tube-Town ein passendes Chassis und allen sonstigen Schnickschnack an um dem guten Stück auch das gebührende Äußere zu geben. Denn das Auge spielt mit ;)

Entschieden habe ich mich bei der Gestaltung des Äußeren einerseits für rotes Tolex (der unten zu sehende PVC Bezug) - inspiriert von Markus' Limited Edition AC-15, sowie schwarzen Eckenschonern und einem passend rotem Ledergriff. Ein großes Danke an Patrik der mir beim Aufziehen des Tolex geholfen und die Ecken bereits perfektioniert hat! Die Face- und Backplate habe ich selbst entworfen, die Schalter und Potis tlw. neu positioniert und per Wasserschiebefolie auf eine Aluplatte aufgebracht. Versiegeln in Epoxidharz und schon fertig. Das letzte Detail wurde dann wiederum von Patrik ins Rollen gebracht, da die mitgelieferte Frontblende nicht wirklich befriedigend war. So entschied ich mich für "Grill cloth" für die Front, passend zur Box und auch tlw. transparent, sodass man das Interieur noch begutachten kann.
Natürlich habe ich mir die künstlerische Freiheit genommen vom Bauplan etwas abzuweichen. So habe ich einerseits eine andere On/Off Lampe installiert und den Klinkenoutput durch einen Neutrik Speakon/Klinken Kombostecker ersetzt, kompatibel zu meiner - auch selbst gebauten - Box. Zusätzlich kam ein Wahlschalter für die Outputimpedanz - 8 und 4 Ohm - um evtl. eine andere Box anstecken zu können. Dazu mussten lediglich andere Output-Pins des Transformators auf einen 2PDT Schalter verbunden werden. Die größte Änderung war jedoch die Einführung eines Standby-Schalters. Ob der wirklich nötig ist, kann man diskutieren, ich fand es aber klassisch und da das Original ja auch einen hat... Dazu wurde für die Hochsspannungsseite des Netztrafos ein 82kOhm Widerstand mit hoher Belastbarkeit (2W) auf einen Schalter gelötet, der den Widerstand überbrückt, wenn Standby ausgeschalten wird. Das hat zur Folge, dass bei Betätigung des On/Off Schalters erstmal nicht die volle Hochspannung (ca. 300V) durchkommen und die Stabilisierungskondensatoren der Spannungsversorgung nicht sofort vollen Strom bekommen und so etwas schonender Aufladen. Dennoch ist die Heizspannung bereits auf den Röhren, sodass diese schon vorwärmen können. Ein weiterer Vorteil: kein "Blopp" beim Einschalten.

Funktioniert hat das Ganze dann natürlich nicht auf Anhieb. Mit Patriks Unterstützung wurde der Verstärker vor Inbetriebnahme nochmals überprüft und alles sah gut aus, bis wir die Röhren installiert hatten. Zack! interne Sicherung durchgebrannt... Nachdem wir neue Sicherungen besorgt hatten, konnte ich ledeglich feststellen, dass kein Fehler zu finden war und die Sicherung dennoch durchbrannte sobald die Vor- oder Endstufenröhre eingebaut war. Der Fehler war - wie üblich - ein natürlich kleiner und unscheinbarer und verständlicherweise nicht von mir verursacht :) Der Händler hatte statt einer trägen Durchbrennsicherung eine flinke geliefert, die die Stromspitze im Einschaltmoment nicht überlebt. Richtige Sicherung und schon schnurrt der Verstärker einwandfrei. Mit nur 5W ist der Verstärker zwar nicht sehr leistungsstark, aber dennoch mehr als laut genug um alle meine Nachbarn zu wecken. Klingt auf jeden Fall ausgezeichnet, hat keinerlei Rauschen und beginnt auch leicht zu zerren, wenn man den Volume nur hoch genug dreht.

Nun aber endlich zu der Bilderserie:

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Die Spannungsversorgung

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bestückte Platine

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Chassis noch recht am Anfang

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Möge der Kabelsalat beginnen

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Heizleiter und Groundbus fertig

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Fancy Photo mit Verschmiertem Hintergrund. Check!

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Fertige Verkabelung

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und das ganze von Außen

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Tolexiertes Gehäuse

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eine von Patriks meisterhaften Ecken

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Mit Kantenschonern, Griff und verbautem Chassis

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Fertig von Vorne

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Und die Rückseite

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Gruppenphoto. Nein, das sind nicht alle Pedale...
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Montag, 02.02.2015, 23:47
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