Felix Blog zu diesem und jenem

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Für Freitag hatten wir eine Tagestour gebucht: den Golden Circle. Dabei fährt man Richtung Nordosten zu einigen der typischen Sehenswürdigkeiten Islands. Unser Fahrer/Guide Sven hatte viel Informatives und Lustiges zu erzählen, ich kann die Tour sehr empfehlen. Das Wetter war übrigens den ganzen Urlaub über sehr schön, sowohl in England als auch in Island. Nur einmal kurzer Schneefall und anschließender Regen für 30 min.
Erster Stop auf der Tour: Pinkelpause auf einer Pferderanch. Isländische Pferde sind über die Grenzen hinaus bekannt, da sie 5 Gangarten beherrschen. "Normale" Pferde kennen nur 3. Die Hauptattraktion war hier ein etwas doofes Pferd, das sich am Zaun gekratzt hat, anstatt wie alle anderen Pferde sich paarweise zusammenzustellen und sich gegenseitig am Hintern zu kraulen.

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Leider konnte ich den grenzdebilen Gesichtsausdruck nicht festhalten

Von dort ging es weiter zum Geysir. Was ein Geysir ist, brauche ich hoffentlich nicht zu erklären. Erwähnenswert ist dennoch, das hier DER Geysir liegt, nachdem alle benannt wurden. Leider ist er "schon zu alt und kriegt keinen mehr hoch" (soll heißen, er blubbert nur mehr sanft vor sich hin), jedoch ist Strokkur, ein Geysir knapp daneben noch sehr aktiv und schießt alle 4-5 Minuten in den Himmel. In dem Gebiet besteht generell sehr viel geothermale Aktivität, weswegen an vielen Stellen heißes Wasser mit hohem Schwefelgehalt aus dem Boden blubbert. Fun Fact: auch das Warmwasser in den Städten hat hohen Schwefelgehalt; beim Duschen doch etwas ungewohnt...

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Gebiet um die Geysire. Man beachte die Dampfwolken, die an manchen Stellen aufsteigen.

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Blick von einem nahe gelegenen Hügel

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Blubber, Blubber

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Entspannte Mittagspause im warmen Gras

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Strokkur beim Ausbruch

Nach einer gemütlichen Mittagspause im geothermal gewärmten Gras mit selbstgemachter Pizza ging es zum nur 10 Minuten entfernten Wasserfall Gullfoss (doppel L wird als DL ausgesprochen). Wir waren positiv überrascht, denn die ursprünglichen Photos hatten uns nicht vom Hocker gehauen. Wiederum sicher je nach Jahreszeit ein komplett anderer Eindruck. Todesmutig haben wir uns auch auf den eigentlich noch gesperrten Weg nach unten gewagt, auf dem sage und schreibe 10cm Schnee lagen.

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Vom Gullfoss ging es weiter zum Fontana Spa, einer an einem See gelegenen geothermal geheizten Quelle. Als wir dort ankamen meinte Sven nur: "Geht da runter zum See und wartet auf den Typen mit der Schaufel." Etwas verwirrt warteten wir im Schwefeldampf der Quelle und siehe da, es tauchte tatsächlich ein Typ mit Schaufel auf, der sich vor uns hin stellte und meinte: "Willkommen in meiner Bäckerei." Das verwirrte uns noch mehr, doch er begann an zu schaufeln und in ca. Unterarmtiefe stieß er auf einen Topf. In diesem hatte er tatsächlich ein Roggenbrot gebacken. Dazu wurde einfach der Teig im Topf für 24 Stunden an einer Stelle vergraben, an der besonders hohe thermische Aktivität herrschte (ca. 80-90 °C). Nachdem wir das Brot probiert hatten, plantschten wir für 2h gemütlich herum und wagten uns auch in den vergleichsweise eiskalten See (38 vs. ca. 16 °C).

Letzter Stop der Tour war schlussendlich der Þingvellir Nationalpark. Dort stoßen die zwei Kontinentalplatten aufeinander (amerikanische und Eurasische Platte). Eigentlich bewegen sie sich ca. 4 cm pro Jahr auseinander. Dadurch zieht sich hier eine Klippe mitten durch die Landschaft. Es gibt in Island übrigens ca. 300 Erdbeben pro Monat, wenn ich mich recht erinnere. Die meisten allerdings für Menschen nicht spürbar. Außerdem wurde hier das historische Parlament der frühen Siedler/"Stammesfürsten" abgehalten, da die Klippen eine gute Akustik bieten.

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Bei dem Mast befand sich besagtes Parlament

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Amerikanische Platte

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Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von Felix am Sonntag, 17.05.2015, 18:04
Eingeordnet unter: Urlaub

Kommentar(e):
Papa hat am Donnerstag, 21.05.2015 um 18:26 geschrieben:
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super Bilder + Kommentare. Du kannst einen Reiseführer veröffentlichen.


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