Felix Blog zu diesem und jenem

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Das wird eine längere Geschichte - hauptsächlich vom kläglichen Scheitern meinerseits. Wen es nicht interessiert, kann gleich nach unten zu den Bildern scrollen.

Inspiriert von Jason's atemberaubenden Brazen Bull, hatte ich die Idee, ein Gehäuse mit Kupfer (Cu) zu beschichten, um dann Teile davon wegzuätzen. Das sollte in einem schön glänzendem Kupfer-Alu Kontrast enden mit viel Bling-Bling, treffend zum Namen des Projekts: Sparklehorn.

Gesagt getan, hab' ich mich in der Kupfer-Abscheiderei versucht. Ausgangsstoffe waren Kupfersulfat (CuSO4) in leicht saurer Lösung (pH ca. 2), einer Zink Anode und das Aluminiumgehäuse als neg. Pol (Kathode). Erste Versuche am Gehäuseboden funktionierten recht gut, also wurde schlussendlich in ca. 7-stündiger Arbeit das gesamte Gehäuse verkupfert. Schlussendlich hatte ich den Vorgang so perfektioniert, dass ich etwas in Kupfer auf das Gehäuse schreiben hätte können, da die Abscheidung sehr lokal auf die Anodenspitze beschränkt war. Wie auch immer, ich war mit dem Resultat eigentlich ziemlich zufrieden.

Als nächstes sollte also geätzt werden. Als Maske dafür sollte dieses Mal nicht Photolack dienen, da ich dabei eher gemischte Resultate erzielt hatte, sondern Tonertransfer. Dabei wird mit Laserdrucker auf Glazpapiert gedruckt, sodass der Toner dann durch Hitze (Bügeleisen) auf das Gehäuse transferiert werden kann. Geätzt wird dann nur auf den nicht von Toner bedeckten Flächen. Nach einem Testversuch vor längerer Zeit, schaffte ich den Transfer zuerst nicht so perfekt wie ich ihn gerne gehabt hätte und ich musste mir neues Papier dafür besorgen. Das gekaufte Photopapier stellte sich dann als unglaubliche Fehlentscheidung heraus, da es sich mehr oder weniger willkürlich mit der Al-Oberfläche verklebte und beim Entfernen Teile des Kupfers mit herunterriss. Das führte zu weiteren 2h verkupfern.

Der nächste Tonertransfer mit normalem Glanzpapier glückte dann immerhin und ich konnte mit FeCl3 Lösung ätzen. Leider war ich nicht ganz vorrausschauend genug... Aluminium - unedler als Kupfer - wird natürlich präferentiell oxidiert/gelöst und daher wurde nicht nur das Kupfer weggeätzt sondern auch das darunterliegende Aluminium. Dies führte zu unerwünschtem Relief, mattem Aluminium und teils nicht geätztem Kupfer. So sah das ganze dann im Detail aus:

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Ich war damit unzufrieden und beschloss, das ganze in einen Kupfer-Schwarz Kontrast zu verwandeln. Schwarz ansprühen und die erhabenen Teile wegzuschmirgeln klingt einfach, hat aber nicht wirklich funktioniert und das Resultat war scheußlich. Die Konsequenz war, dass ich weitere 2h damit zugebracht habe, die Oberseite des Gehäuses wieder plan zu schleifen... Schlussendlich hab' ich dann ein schnell entworfenes Decal mit kupferfarbenem Hintergrund verwendet und aufgeklebt. Epoxid darüber und endlich fertig.

Zumindest kann ich sagen, dass ich keine Probleme mit den gesetzten Bohrlöchern hatte, was bei 8 auf der Platine fixierten Potentiometern (Drehregler) an ein Wunder grenzt. Dafür war das Verkabeln dann wieder ein mühsames Unterfangen, das in lautem Fluchen geendet hat und weitere 4h gekostet hat. Die Verkabelung ist zwar ganz gut geworden, aber ich bin dennoch mit dem Gesamteindruck nicht wirklich zufrieden, weil meine anfängliche Idee nicht gefruchtet hat.
Wer bis hierher gelesen hat, darf sich von mental von mir auf die Schulter geklopft fühlen :)

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Samstag, 18.10.2014, 15:51
Eingeordnet unter: Musik, Pedals

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