Felix Blog zu diesem und jenem

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Neben Arbeit (Synthesepraktikum) ist derzeit nicht sehr viel los bei mir und nachdem in den letzten Wochen etliche Lieferungen eingetrudelt sind, kann ich zur Zeit einiges basteln. Bei manchen Pedalen hat auch nicht mehr viel gefehlt; ich hatte zB zu große Kondensatoren bestellt und bei den zwei folgenden fehlten lediglich die passenden Knöpfe.

Als erstes der DuoVibe, den ich beim function f(x) fundraiser erworben hatte. Dabei haben sich drei Leute vom madbean-Forum zusammengeschlossen um ihr Hobby zum Beruf zu machen und haben um Geld für das Start-Up zu lukrieren drei Platinen verkauft. Der DuoVibe, wie der Name schon sagt, ist ein Vibe/Vibrato/Flanger. Also ein durch einen Oszillator (LFO) angetriebener Effekt der eine Sinus- oder Quadratfunktion über das Signal moduliert um einen schwingenden Klang zu erzeugen. Scheinbar war meine Auswahl an LED und LDR (Photowiderstand) nicht optimal, weil der Effekt nur sehr subtil ist. Dennoch eigentlich ein sehr nettes Projekt.
Fertig hatte ich das Teil ja bereits im Januar, allerdings funktionierte der Effekt nicht. Nach langem herumliegen, hab ich mich dazu aufgerafft, den Fehler zu suchen und schließlich gefunden. Beim Anziehen der Mutter an einem Potentiometer wurde irgendwo eine Masseverbindung hergestellt, so dass der Effekt keinen Strom mehr bekam. Etwas nachrücken des besagten Pots hat Abhilfe geschafft.
Das Cover ist wieder ziemlich random: Tetris.

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Das zweite Projekt ist der NoMojo Fuzz. Ebenfalls vom function f(x) fundraiser. Es handelt sich dabei um ein SMD Projekt - Surface mounted device. Das heißt, dass die Bauteile nicht zur üblichen Durchsteckmontage, sondern eben zur oberfllächlichen Montage vorgesehen sind. Außerdem sind SMD Bauteile normalerweise um eine ganze Ecke kleiner, was das ganze zu einer Herausforderung macht.
Verlötet wurde das ganze folgendermaßen: Unter einer Lupe wurde die Platine in die dritte Hand eingespannt, über eine Spritze Lötpaste aufgebracht und das Bauteil mit Pinzetten plaziert. Nachdem alle Bauteile platziert wurden, wird mit einem Heißluftfön erhitzt, sodass die Lötpaste aufschmilzt. Die flüssige Lötpaste benetzt nur frei Metallflächen (die Lötpads) und zieht sich daher auf diese zurück und richtet die Bauteile dabei mit aus (Demonstrationsvideo).

Das Beste am NoMojo Projekt ist allerdings, dass durch die Verwendung der winzigen SMD Bauteile genug Platz im Gehäuse ist, um zwei Effekt in einem zu bauen. Dabei ist auf der Rückseite der Platine eine Kopie des Silicon Fuzz Face zu finden und auf der Frontseite ein Tonebender Fuzz, somit gleich zwei der klassischen Fuzz Effekte in einem.
Da ich beide Effekte über einen Fußschalter selektierbar haben wollte, entschied ich mich für ein größeres Gehäuse, das zwei Fußschaltern Platz bietet. Auf die Verkabelung bin ich etwas stolz, da ich sie mir selbst ausgedacht hatte und sie einwandfrei funktioniert. Auch in bypass Betrieb leuchtet die Effektauswahl LED (weiß), sodass vor dem Aktivieren des Effekts klar ist, welcher der zwei aktiviert wir. Ist zwar immer noch eine sehr einfache Schaltung, aber für den Anfang genug. Beeindruckend fand ich auch, dass beide Effekte sofort einwandfrei funktionierten.

Zu guter letzt noch eine Erklärung was ein Fuzz macht: ein Fuzz ist wie ein Overdrive oder Distortion eine Version eines Verzerrers. Fuzz Effekte sind idR sehr stark verzerrte Effekte mit einem fizzeligen Klangcharakter (das ist verdammt schwer zu beschreiben). Fuzz Effekte sind meines Wissens immer lediglich Transistor basiert, während Overdrives auf Operationsverstärkern und Distortion auf einer Kombination der beiden beruhen... Ich kann mich aber auch grob täuschen.

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Fuzz Face Seite unter der Lupe

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Tone Bender Seite auch unter der Lupe

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alles fertig verkabelt und in die Box gewürgt sowie einer der Standard 0603 Widerstände als Größenvergleich
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Freitag, 27.06.2014, 00:06
Eingeordnet unter: Musik, Pedals

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