Felix Blog zu diesem und jenem

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Nur mehr noch eine Woche, dann ist das Auslandssemester schon wieder vorbei. Leider. Ich bereue ziemlich, nicht 2 Semester hier zu sein. Aber wie immer, ist man im Nachhinein gescheiter. Kaum zu glauben, wie schnell 4 Monate vergehen, wenn man ständig entweder arbeitet oder versucht herumzureisen und neue Sachen zu sehen - und das obwohl ich nicht das Gefühl habe, zu viel gesehen zu haben. Irgendwie ist mein Plan hier das Studium als "Nebentätigkeit" zu betreiben komplett gescheitert: aus meinem auf 8 Wochen geplantem Wahlpraktikum ist ein ganzes Semester geworden, mit durchschnittlich 9h täglich auf der Uni. Zumindest habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt und beschlossen ab sofort weit mehr in Europa zu reisen. Es gäbe so viel zu sehen und zu entdecken und im Vergleich ist es einen Katzensprung entfernt und wirklich nicht sehr teuer. Alles in allem, werd ich hier wohl nur schweren Herzens aufbrechen, auch wenn ich mich auf diverse Sachen von zu Hause freue. Es ist nur so, dass ich die ganzen neugewonnen Freunde zu 90 % nicht mehr wieder sehen werde, was doch sehr schade ist.

Neben dem Aufenthalt gehen auch die universitären Tätigkeiten dem Ende zu. Am Montag habe ich offiziell mein Wahlpraktikum beendet, die Ergebnisse werden nun doch nicht in J. org. chem, sondern höchstwahrscheinlich in Phys. Chem. Chem. Phys. oder Chemistry, European Journal veröffentlich, da die Synthesen eig. nichts neues sind, sondern vielmehr die Eigenschaften meiner Phosphol-Materialien (hier sei aus patentrechtlichen Gründen, etc. nicht zu viel gesagt, aber 99 und 100% absolute Fluoreszenzausbeute kann man doch herzeigen). Heute hatte ich mein Environmental Chem. final exam. Lief wie geplant ziemlich gut, nur hat mich der Prof. mit einer der 3-Punkte-Fragen total überrumpelt, ich hatte noch nie davon gehört. War wahrscheinlich im Textbook, das ich mir nicht gekauft habe. Denke aber, dass sich ein A (= Sehr Gut) ausgehen sollte.
Morgen habe ich dann noch das letzte final in advanced inorganic chemistry II. Auch da erwarte ich eigentlich keine großen Überraschungen, war ich doch immer am Stoff interessiert und hab auch bei den mid-terms gut abgeschnitten.

Für die restliche Zeit in Calgary habe ich noch keine großen Pläne, lediglich das Wochenende ist ausgebucht. Freitag: Party, Samstag: Weihnachts-shopping Wahnsinn nachdem der WestEd Trip vor zwei Wochen abgesagt wurde. Sonntag: Snowboarden in Lake Louise.

Da immer wieder angefragt wurde und mittlerweile die Probengröße statistische Ausmaße erreicht hat, soll an dieser Stelle noch was zu kanadischem Bier gesagt sein. Grundsätzlich ist österreichisches Bier besser, kommt außerdem in 0.5 L Flaschen und nicht in 0.3 L und ist dennoch günstiger. Nichtsdestotrotz gibt es hier durchaus genießbares Bier:

* Old Milwaukee: nicht schlecht, nicht bitter, Durchschnittsbier
* Alexander Keith: ziemlich wässrig, schmeckt quasi nach nix, nicht sehr empfehlenswert
* Kokanee: ok, aber nichts Besonderes 28$/15cans
* Wild Rose Indian Pale Ale: schmeckt nach Shampoo und bitter, ungenießbar
* Big Rock Traditionell Brown Ale: gutes, herbes, dunkles Bier. einer der Favoriten
* Big Rock Warthog Ale: gutes, klassisches Bier
* Big Rock Honet Wheat Larger: leicht süßliches, sehr gutes Bier. Bestes Bier
* Wild Rose Wheat Ale: relativ gut.
* Big Rock Grasshöper: nichts schlecht, weder bitter, noch herb. ok 26$/15cans
* Molson Canadien: durchschnittlich, aber nicht schlecht.
* Ricard's Red: ziemlich gut, Preis-Leistung stimmt (zumindest für kanadische Verhältnisse)

Wie aus der Liste wahrscheinlich hervorgeht, finde ich Bier von der Big Rock Brewery in Calgary gut, ist aber eher lokal bzw. in Alberta erhältlich (so viel zu "lokal", Alberta ist ca. 7-8 mal so groß wie Österreich). Die zweite Brauerei aus Calgary hat es bereits in der ersten Woche verschissen, als wir unglücklicherweise das India Pale Ale erwischt haben, dass ich nicht mal zur Hälfte getrunken habe.*
MfG
Felix
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Freitag, 16.12.2011, 03:21
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