Felix Blog zu diesem und jenem

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Für alle die es noch nicht bekommen haben, meine neue Leidenschaft ist das Klettern, sowohl In- als auch Outdoor. Und dabei vor allem das Bouldern. Einen Einblick dazu HIER. Unbedingt anklicken und auch die Lösungen von Jakob Schubert bei 2:26:00 und Manuel Cornu bei 2:21:30 ansehen.

Hier aber was zum Seilklettern. Stefan hat dankenswerterweise angeboten uns einen Kurs in Seiltechnik zu geben, damit wir in der neuen Saison auch für Mehrseillängen gerüstet sind. Mehrseillängen-Routen unterscheiden sich zum Sportklettern darin, dass mehrere Seillängen am Stück geklettert werden ohne sich dazwischen wieder auf den Boden vor der Wand abzuseilen. Soviel hat der Name "Mehrseillänge" denke ich schon verraten. Um das zu bewerkstelligen, klettert man im Team (idR 2 oder 3 Leute), wobei der erste Kletterer einen sogenannten Stand in der Wand aufbaut, um die Nachkommenden von oben zu sichern. Wenn alle aufgeschlossen haben, klettert man so weite zum nächsten Stand, bis schlussendlich alle das Ende der Wand/Route erreicht hat.

Um das alles zu bewerkstelligen, braucht man eine Menge Equipment. Hier für all jene, die es interessiert und nach einer solchen Liste gesucht haben, Stefans Minimum-Equipment:

*) Einfachseil 60m (oder Zwillingsseil in ähnlicher Länge)
*) 3-4 Schraubkarabiner
*) 2 HMS Karabiner
*) je 2 Bandschlingen 60 und 120 cm
*) 10 Expressschlingen
*) Reepschnüre in 2, 3 und 5 m Länge
*) ATC oä. zum Abseilen (und evtl. Nachsichern)

Karabiner, Bandschlingen, Reepschnüre und ATC muss dabei jeder Kletterer des Teams haben! Den Rest kann man sich teilen. Dazu kommen dann natürlich noch Kletterschuhe, Klettergurt, im Grazer Bergland unbedingt Helm, und ein Sicherungsgerät zum Sportklettern (Empfehlung meinerseits: Petzl GriGri). Alles in allem also doch eine stattliche Summe, die aber wirklich gebraucht wird!

Den Kurs haben wir am Nadelspitz in der Bärenschützklamm bei Mixnitz abgehalten. Super Wetter, keine Leute und ein 10 m Felsvorsprung um zu üben. Was will man mehr. Thematisch haben wir uns ziemlich auf die Basics beschränkt, dennoch waren wir 7 h zu gange. Neben den essentiellen Sicherheitstechsaspekten und Materialkunde wurden Standbau, Vor- und Nachsichern, vorverlegen des Standplatzes, abseilen (inkl. Selbstsicherung), Aufbau und Verwendung eines Flaschenzuges und das "Prusiken" (im Fall, dass der Nachsteiger nicht weiterkommt, bastelt man sich im Grunde eine Art Leiter und schiebt sich am Seil hoch) trainiert.

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Vorbereiten zum Abseilen.

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Geronimo!!

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Beim Prusiken. Teil 1: Aufstehen und die erste Schlinge am Hüftgurt entlasten.

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Teil 2: Hüftgurtschlinge weiterschieben und belasten. Leiter nachschieben. Rinse and repeat.

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In Summe sehr, sehr lehrreich und auf jeden Fall empfehlenswert so einen Kurs zu machen. Viel Info mit guten Abbildunen zum Thema hier: Petzl.de

Abgeschlossen haben wir den Tag mit einer Sportkletterroute am Nadelspitz. Gar nicht so einfach (von den Routen im 8ten Grad daneben ganz zu schweigen).

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Letztes Wochenende haben Jens und ich unsere neugewonnenen Kenntnisse dann schon auf die Probe gestellt. Für unser erstes Mehrlängen-Abenteuer haben wir uns nach Empfehlung für den Roten Kamin am Rampenwulst direkt neben dem Nadelspitz entschieden. Kurze Beschreibung aus dem Kletterführer: "Der rote Kamin ist eigentlich kein Kamin, und dort, wo er ein Kamin ist, ist er nicht rot." Fünf Seillängen mit Schwierigkeit 3 bzw. 5 und 5+. Genau richtig um nicht vom Klettern überfordert zu sein und die Technik zu wiederholen. Schwerer hätte es auch fürs Erste nicht sein müssen, denn es gab noch kleine Kinderkrankheiten (Knoten) auszubessern und zu üben.

Eine wirklich schöne Route mit toller Kraxelei speziell in der 3ten Seillänge. Wenn man die Route nicht kennt, kann man sich aber tlw. leicht vertun. Am Einstieg gibt es ca. 10 m zur Rechten einen älteren Einstieg, der schnell in grasig-erdigen Gebiet endet. Drei mal dürft ihr Raten, wo wir zuerst losgestartet sind. Den dritten Stand habe ich dann fälschlicherweise etwas zu früh in die Wand gesetzt. Es waren zwei Bohrlaschen vorhanden (was normalerweise den Stand anzeigt), bereits mit Reepschnur versichtert, alles tip top. Außer dem Dornenbusch direkt unterhalb der Versicherung und der Tatsache, dass ich das Seil um meinen Fuß legen musste, damit es halbwegs ohne verwurschteln liegen bleibt. Nach 20-30 min im Hüftgurt hängen, wird das ganz schön ungemütlich. Stellte sich heraus, dass der eigentliche Stand zwei Expressen weiter gewesen wäre. In ebenem Gelände, ohne Dornenbsch und super viel Platz. Fail!

Oben angelangt konnte ich dann den letzten Stand nicht finden (ein Baum) und war schon etwas panisch ob der Tatsache, dass der letzte Sicherungspunkt ca. 20 m Seil hinter mir lag. An der Gratkante entlang zu spazieren mit dem Hintergedanken, dass ich bei einem Sturz ca 50 m weiter unten ankomme, war nicht sehr entspannend. Auch den Abstieg zu finden, stellte sich als schwieriger heraus als angenommen. Von der Abseilpiste wurde uns abgeraten (außerdem kam noch ein Duo nach.. Steinschlaggefahr durch uns), also entschieden wir uns außen rundum abzusteigen, was auch in div. Kletterführern beschrieben war. Leichter gesagt als getan, weil man dazu die ganze Breite des Rampenwulsts queren muss, der durchwegs von Felsen durchsetzt ist und man so immer noch herum turnt. Natürlich bereits ohne Seil. Wiederum machte sich Unbehagen breit, aber schließlich fanden wir den gut versteckten Weg doch noch. Die oben fehlenden Markierungen und angeblich vorhandenen Steinmännchen waren dann durch umso deutlichere Markierungen am Jägersteig aufgewogen (Von wegen markante Fichte und Steinmännchen am Grat. Da is NIX.) Fazit: Seiltechnik soll gelernt sein und Topo lesen auch!

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Beim Zustieg. Die Route in der Verschneidung ist gut im rechten Drittel des Bild erkennbar.

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Der vermeintliche zweite Stand in der Wand mit Dornbusch.

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Oben angelangt!

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Kraxelei nach dem Ausstieg. Ohne die drohende Klippe kein Problem, so mit etwas nervlicher Beanspruchung verbunden.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Mittwoch, 20.03.2019, 21:12
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Diesen Samstag haben Patrik und ich noch einen Klettersteig bezwungen, nämlich Tristans Kirchbogensteig auf den/die Spielmäuer bei Wegscheid in der Nähe von Mariazell. Im Vergleich zum Hochlantsch von letzter Woche, ist der Steig (trotz ähnlicher Schwierigkeitskategorie C) ein ganz anderes Kaliber. Schlichtweg deshalb, weil nach kurzem Aufstieg durch einen Wald vor einer nahezu senkrechten Mauer steht, die es dann zu überwinden gilt.

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Felix' Himmelsleiter, obwohl namentlich ansprechend, haben wir uns fürs erste gespart.

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Da wollen wir rauf? Sicher?

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Der Einstieg war noch ganz human.

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Der Kamin im "Herrgotts Winkel". Sehr nett gesteckt!

Nach dieser Stelle kam dann eine senkrechte Wand, die zuerst nach oben zum "Jausenbankerl" führte. Eine eigentlich nette Idee, die aber für Patrik und mich nichts war. Das Bänkle war dermaßen ausgesetzt auf der Wand und lehnte leicht abschüssig nach vorne, dass trotz Sicherung kein Sicherheitsgefühl mehr möglich war. "Hey Felix, möchtest du hier bleiben?" "Na" "I a net, gemma weiter" "Jo, bitte. ANGST!"
Da ich damit beschäftigt war, mich am Stahlseil festzuklammern und nicht runter zu sehen, gibts von der Passage keine Photos. Obwohl mein Gesichtsausdruck sicher sehenswert gewesen wäre.

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der namensgebende Kirchbogen.

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Einer der wenig ausgesetzten Stellen.

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Was wir daraus gelernt haben: 1) Schwierigkeitsgrad ist nicht alles und sehr subjektiv. 2) Wir sind beide keine Adrenalinjunkies.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 22.10.2017, 12:54
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Letztes Wochenende haben Patrik und ich das erste wirklich schöne Herbstwochenende genutzt und den Hochlantsch über den Franz-Scheikl Klettersteig bei Breitenau bestiegen. Ich hatte den Steig bereits im Juli mit Stefan gemacht, da es für Patrik aber der erste Klettersteig war, war die relativ leichte Schwierigkeit (C/D) ohne längere ausgesetzte Abschnitte ideal für den Einstieg. Aufgrund des schönen Wetters waren sehr viel Leute unterwegs, dennoch wars eine sehr schöne Tour.

Danke an Stefan fürs Borgen des Klettersteigsets für Patrik.

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Die Perspektive machts.

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Ein seltener Selfie am Gipfel.

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Ein Rudel Steinböcke ganz gemütlich am Gipfel im Juli.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Mittwoch, 18.10.2017, 21:53
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Vor ein paar Wochen hat es sich mehr oder weniger durch Zufall ergeben, dass ich auf willhaben eine Offsetgitarre gefunden hatte. Bei dem Schnäppchen konnte ich natürlich nicht widerstehen, zumal ich ohnehin eine Jazzmaster (auch eine Offsetgitarre) im Auge hatte. Die Hohner Reno verbindet allerdings den Korpus einer Jazzmaster mit der Brücke, Hals und Elektronik einer Telecaster und wäre somit als Telemaster oder Jazzcaster zu bezeichnen. Fender baut ähnliche unter dem Namen Offset Telecaster. Infos zur Gitarre findet man fast keine, außer dass das Modell nur von 98-2002 gebaut wurde. Hohner ist übrigens die Marke der Telecaster von Prince.

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Nachdem das nun meine bereits vierte Gitarre ist und ich leider keine Wand habe an der sich die Schmuckstücke gut aufhängen ließen, habe ich über die Osterfeiertage einen 6er Gitarrenständer gebaut. Ursprünglich war dunkles Holz geplant, aber den astronomischen Preis von Walnuss konnte ich dann doch nicht rechtfertigen. Somit wurde es schlussendlich billige Fichte aus dem Baumarkt und ein Ölfinish.

Die Pläne für den Gitarrenständer gibt es hier, meiner wurde leicht modifiziert.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Samstag, 22.04.2017, 16:59
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Das neue Jahr ist nunmehr schon einen Monat alt und mir wurde mehrfach vorgeworfen, dass hier nichts passiert, daher ein kurzes Update. Somit schlage ich auch zwei Fliegen mit einer Klappe, da mir zudem vorgeworfen wird - zugegebenermaßen nicht zu unrecht - dass hier nur noch Bodentreter zu sehen sind. Also hier mal ein Beitrag ohne Effektpedale. Für alle die deswegen hier sind: keine Sorge, kommt demnächst ;)

Mit Neujahr ging es auch dieses Jahr wieder mit Familie nach Damüls im Bregenzerwald um einige gemütliche Skitage im Jugendsportheim an der Halde zu verbringen. Wie immer wurde man kulinarisch verwöhnt und kam auch beim täglichen Jassen auf seine Kosten. Nachdem es an Weihnachten über +10 °C hatte, war es kaum anders zu erwarten, aber die Pisten waren schon in erbärmlichen Zustand. Lag auch daran, dass es sechs Wochen zu warm zum Beschneien war; und das bei 1800 m Seehöhe. Außer einem schmalen weißen Band war anfangs kaum Schnee zu finden, was den Fahrspaß deutlich minderte.

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Immerhin kam dann doch noch der Neuschnee und verbesserte zumindest den Anblick der Umgebung erheblich, wenn auch 30 cm die Piste nicht retten konnten. So kam es mehr als einmal vor, dass Philipp und ich die Karten zu Mittags zurückgaben und den Nachmittag mit lesen/schlafen/jassen verbrachten. Immerhin kam Julian - Meister Puddingknie - auf seine Kosten und konnte sogar am letzten Tag schon recht gut mit uns mithalten.

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Seitdem ist wieder Arbeit angesagt, da es nun dem Ende meiner Dissertation zugeht. Mittlerweile habe ich auch begonnen meine Diss zu schreiben, was leider eher eine mühsame Geschichte ist, aber das war zu erwarten. Nachdem der Geldsegen beim Lotto nicht eingetreten ist, wird wohl kein Weg daran vorbeiführen.
An dieser Stelle soll noch kurz auf die seit Herbst existierende Homepage der Arbeitsgruppe hingewiesen werden. Diese kann HIER gefunden werden und gibt einen Überblick über unsere Arbeitsbereiche und Publikationen (ohne Lizenz sind letztere aber nicht in ihrem vollen Glanz verfügbar).

Zu guter Letzt noch etwas kulturell Wertvolles: Big River Man von Overhead, the Albatross.

Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von Felix am Montag, 01.02.2016, 23:24
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