Felix Blog zu diesem und jenem

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Good News, indeed!
Ab morgen bin ich offiziell Universitätsassistent am Instut für Materialchemie. Zur Erklärung für Außenstehende: dieser Job steht quasi für meine Dissertation, beinhaltet Forschung und auch Lehre, dh. ich hab Praktikums- und Prüfungsbetreuung. Ob das jetzt einer Projektstelle, die keine Lehre hat, vorzuziehen ist oder nicht, soll jeder für sich entscheiden.

And: More good news!
Mein erstes fachliches Paper wurde im Journal of Physical Chemistry C (impact factor: ~4.8) veröffentlicht und kann hier gefunden und gelesen werden. Das Paper ist noch von der Forschungsarbeit die ich in Calgary gemacht habe und ist find ich sehr gut geworden!
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Donnerstag, 28.02.2013, 13:38
Eingeordnet unter: Canada, Chemie, Studium


So, liebe Leute, ich bin wieder in Österreich. Und das schon seit 23. Dezember. Ob ich den Blog noch weiterführen werde, weiß ich an dieser Stelle eig. nicht, weil es davon abhängt, ob ich Zeit habe, es etwas zu bloggen gibt und ich Webspace dafür habe.
Wie auch immer, an dieser Stelle soll es noch ein paar abschließende Worte zum Auslandssemester geben: Jeder von euch sollte versuchen ein Semester oder besser noch ein Jahr im Ausland zu verbringen. jeder der das bereits gemacht hat, wird sich mir anschließen. Erstens bekommt ihr diese Gelegenheit wohl nie wieder, mehr oder weniger von der Uni finanziert zu reisen und zweitens wär ich euch Ungustln dann los. :D
In diesem Sinne sei also gesagt, dass es 4 unglaubliche Monate waren, in denen ich neue Freundschaften geknüpft (super für Urlaube), mein Englisch verbessert, eine andere Kultur und ein mir unbekanntes Land entdeckt und lieben gelernt habe, sowie auch in akademischer Sicht viel Neues dazugelernt habe. Ich würde auf der Stelle wieder gehen, oder hätte auch verlängert, wenn ich noch mehr zu machen hätte als nur meine Diplomarbeit.
Abschließend noch ein Photo:
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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Montag, 09.01.2012, 10:53
Eingeordnet unter: Canada


Nur mehr noch eine Woche, dann ist das Auslandssemester schon wieder vorbei. Leider. Ich bereue ziemlich, nicht 2 Semester hier zu sein. Aber wie immer, ist man im Nachhinein gescheiter. Kaum zu glauben, wie schnell 4 Monate vergehen, wenn man ständig entweder arbeitet oder versucht herumzureisen und neue Sachen zu sehen - und das obwohl ich nicht das Gefühl habe, zu viel gesehen zu haben. Irgendwie ist mein Plan hier das Studium als "Nebentätigkeit" zu betreiben komplett gescheitert: aus meinem auf 8 Wochen geplantem Wahlpraktikum ist ein ganzes Semester geworden, mit durchschnittlich 9h täglich auf der Uni. Zumindest habe ich eine neue Leidenschaft entdeckt und beschlossen ab sofort weit mehr in Europa zu reisen. Es gäbe so viel zu sehen und zu entdecken und im Vergleich ist es einen Katzensprung entfernt und wirklich nicht sehr teuer. Alles in allem, werd ich hier wohl nur schweren Herzens aufbrechen, auch wenn ich mich auf diverse Sachen von zu Hause freue. Es ist nur so, dass ich die ganzen neugewonnen Freunde zu 90 % nicht mehr wieder sehen werde, was doch sehr schade ist.

Neben dem Aufenthalt gehen auch die universitären Tätigkeiten dem Ende zu. Am Montag habe ich offiziell mein Wahlpraktikum beendet, die Ergebnisse werden nun doch nicht in J. org. chem, sondern höchstwahrscheinlich in Phys. Chem. Chem. Phys. oder Chemistry, European Journal veröffentlich, da die Synthesen eig. nichts neues sind, sondern vielmehr die Eigenschaften meiner Phosphol-Materialien (hier sei aus patentrechtlichen Gründen, etc. nicht zu viel gesagt, aber 99 und 100% absolute Fluoreszenzausbeute kann man doch herzeigen). Heute hatte ich mein Environmental Chem. final exam. Lief wie geplant ziemlich gut, nur hat mich der Prof. mit einer der 3-Punkte-Fragen total überrumpelt, ich hatte noch nie davon gehört. War wahrscheinlich im Textbook, das ich mir nicht gekauft habe. Denke aber, dass sich ein A (= Sehr Gut) ausgehen sollte.
Morgen habe ich dann noch das letzte final in advanced inorganic chemistry II. Auch da erwarte ich eigentlich keine großen Überraschungen, war ich doch immer am Stoff interessiert und hab auch bei den mid-terms gut abgeschnitten.

Für die restliche Zeit in Calgary habe ich noch keine großen Pläne, lediglich das Wochenende ist ausgebucht. Freitag: Party, Samstag: Weihnachts-shopping Wahnsinn nachdem der WestEd Trip vor zwei Wochen abgesagt wurde. Sonntag: Snowboarden in Lake Louise.

Da immer wieder angefragt wurde und mittlerweile die Probengröße statistische Ausmaße erreicht hat, soll an dieser Stelle noch was zu kanadischem Bier gesagt sein. Grundsätzlich ist österreichisches Bier besser, kommt außerdem in 0.5 L Flaschen und nicht in 0.3 L und ist dennoch günstiger. Nichtsdestotrotz gibt es hier durchaus genießbares Bier:

* Old Milwaukee: nicht schlecht, nicht bitter, Durchschnittsbier
* Alexander Keith: ziemlich wässrig, schmeckt quasi nach nix, nicht sehr empfehlenswert
* Kokanee: ok, aber nichts Besonderes 28$/15cans
* Wild Rose Indian Pale Ale: schmeckt nach Shampoo und bitter, ungenießbar
* Big Rock Traditionell Brown Ale: gutes, herbes, dunkles Bier. einer der Favoriten
* Big Rock Warthog Ale: gutes, klassisches Bier
* Big Rock Honet Wheat Larger: leicht süßliches, sehr gutes Bier. Bestes Bier
* Wild Rose Wheat Ale: relativ gut.
* Big Rock Grasshöper: nichts schlecht, weder bitter, noch herb. ok 26$/15cans
* Molson Canadien: durchschnittlich, aber nicht schlecht.
* Ricard's Red: ziemlich gut, Preis-Leistung stimmt (zumindest für kanadische Verhältnisse)

Wie aus der Liste wahrscheinlich hervorgeht, finde ich Bier von der Big Rock Brewery in Calgary gut, ist aber eher lokal bzw. in Alberta erhältlich (so viel zu "lokal", Alberta ist ca. 7-8 mal so groß wie Österreich). Die zweite Brauerei aus Calgary hat es bereits in der ersten Woche verschissen, als wir unglücklicherweise das India Pale Ale erwischt haben, dass ich nicht mal zur Hälfte getrunken habe.*
MfG
Felix
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Freitag, 16.12.2011, 03:21
Eingeordnet unter: Canada, Dies und das, Studium


mein Auslandssemester geht langsam dem Ende zu und ich hab jetzt doch noch etwas stressige 2 Wochen vor mir und 2 hinter mir. Der Abschlussbericht meines Wahlrpaktikums ist nächste Woche fällig, die Powerpoint-Präsentation dazu hab ich erst gerade angefangen. Weiters kommen noch 2 finals auf mich zu, für die es zu lernen gilt. Alles in hab ich daher recht viel für die Uni zu tun und nur wenig Freizeit. So war ich beispielsweise letzte Woche 4x 11.5 h durchgehend auf der Uni, weil wir 2D und 13C NMRs aufnehmen mussten. Da das 400 MHz Gerät aber keinen Autosampler hat, musste ich immer bis 20:00 Uhr warten, um die Übernacht-Messungen zu starten. Immerhin scheint bei dem Projekt was rausgekommen zu sein. Die Ergebnisse werden wahrscheinlich im Januar/Februar im J. org. chem oder Chem.Comm. publiziert :) Damit hier auch was farbenfrohes zu sehen ist, gibts hier die von mir hergestellten Produkte:

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Meine Produktreihe unter UV-Licht. Alles Phosphor-hältige heterozyklische Verbindungen

Außer Uni ist wie gesagt nicht viel los, jedoch war ich am Donnerstag Abend nochmals im Saddledome bei einem Hockey-Match der Calgary Flames. Gespielt wurde gegen die Blue Jackets (Columbia, Pennsylvania, USA). Das Spiel war besser, als das gegen Nashville. Nach dem ersten Drittel stand es 1:1, dann 2:1 und schließlich 3:1 für Calgary im letzten Drittel. Die Blue Jackets zogen aber 3:2 nach und haben für die letzten 2 Minuten den Goalie aus dem Tor genommen und es auf 3:3 geschafft. 5 min Verlängerung hat daran auch nichts mehr geändert, deshalb ging es in ein Shoot-Out (quasi Elfmeter), das Calgary dann leider 0:1 verlor. Zumindest gab es mehr Tore als beim letzten Mal und ein spannendes Finale.
Morgen geht es dann nach Edmonton, Alberta, in Canadas größtes EInkaufszentrum, um hoffentlich ein paar Weihnachtsgeschenke zu ergattern. Die Mall hat neben Läden auch einen Indoor-Vergnügungspark, einen Wasserpark, Bowling-Bahnen, einen Eislaufplatz, usw. Man darf also gespannt sein. In diesem Sinne: "Let's go to the mall...Today"
EDIT: Nachdem es gestern 10 cm Neuschnee gebracht hat, sind die Straßenverhältnisse so schlecht, dass die Busfahrt 5 anstatt 3h gedauert hätte, so dass uns quasi keine Zeit mehr für die Mall geblieben wäre. Deswegen wurde das ganze dann leider abgesagt.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix am Sonntag, 04.12.2011, 00:19
Eingeordnet unter: Canada, Chemie, Dies und das, Studium


Wie bereits angekündigt, haben wir uns dieses Wochenende auf einen Trip nach Vancouver eingelassen. Die Gruppe bestand dabei aus Bruno, Victor, Fumi, Nodoka, Catalina, Yamile, Lorena, Sandy, Natacha, Bernhard und mir; es waren jedoch unabhängig davon noch andere Kleingruppen unterwegs. Die Strecke Calgary-Vancouver haben wir mit dem Greyhound Bus absolviert, da Canada über kein ausgedehntes Schienennetzwerk verfügt und fliegen ca. das Vierfache gekostet hätte (Preis des Buses: 150$). Die Reise dauerte rund 15 Stunden und war nicht gerade sehr angenehm, da wenig Platz für die Füße, der Sitz nur wenig aus der 90° Position verstellbar war und es generell schwierig ist zu schlafen, wenn es immer wieder rüttelt und wackelt.

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Nichtsdestotrotz kamen wir in einem Stück in Vancouver an und haben erst mal in der Jugendherberge Samesun in der Downtown von Van eingecheckt. Zimmer waren leider nicht der Bringer, daher würde ich das Hostel nicht unbedingt weiterempfehlen.
Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, machten wir uns in 2 separaten Kleingruppen auf und erkundeten ein wenig die Downtown, das Hafengebiet und schließlich den auf einer Halbinsel gelegenen Stanley-Park. Wirklich eine wundervolle Stadt, die quasi alle landschaftlichen Facetten bietet. Von modernen Gebäuden in der Downtown, dem eindrucksvollen Stadion der Vancouver 2010 Olympic Winter Games, vielen Parks, dem Pazifik, bis zu schneebedeckten Bergen ist alles zu finden. Nach dem Besuch im Stanley Park war der Plan an sich den Sonnenuntergang am Strand der University of British Columbia zu genießen, was sich zeitlich leider nicht mehr ausging. Deswegen haben wir ihn dann eben am Strand der Downtown betrachtet. Mit Palmen und Sandstrand vergisst man leicht, dass man eigentlich im für kalte Winter bekannten Kanada ist.

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Panorama-Shot am Hafen

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Teil der Downtown am Hafen mit rot-verfärbtem Ahorn im Vordergrund

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Totems im Stanley Park

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v.l.n.r.: Catalina, Yamile, Natacha, Sandy,Lorena, Nodoka, Victor, Bernhard, Fumi und Bruno

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Sonnenuntergang am Strand der Downtown

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Eine Wal-Statue nahe der Olympischen Fackel. Nein, ist leider kein Lego


Am zweiten Tag gings dann Schlechtwetter bedingt ins Museum of Anthropology auf dem Campus der UBC. Die Ausstellung war ganz nett, auch wenn tlw. etwas mehr Info zum Exponat nicht schlecht gewesen wäre. Obwohl wenn ich es recht bedenke, dann war ich aufgrund der vielen Exponate eh schon quasi reizüberflutet mit neuen Sachen. Auf dem Weg zum leider geschlossenen Pacific Museum of Earth wurden wir dann von einem kurzen Hagelschauer mit starken Windböen überrascht. Ich muss sagen, dass mir das Wetter in Calgary eigentlich besser gefällt. Hier ist es schön kalt, hat heue wieder geschneit und es ist nicht immer nass und windig. Nachdem das zweite Museum geschlossen war, haben wir uns stattdessen zum Granville Island Public Market aufgemacht, um ein paar italienische und griechische Köstlichkeiten zu genießen. Es gab auch richtigen Käse, war mir dann aber doch zu teuer, außerdem hatte ich auch keinen Kühlschrank, um ihn zu lagern. Abends gings dann nach einem kurzen Besuch in Chinatown in ein japanisches Restaurant (Vancouver ist für seine vielen asiatischen Restaurants sozusagen bekannt) und schlussendlich noch auf ein, zwei Bier.

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Blick auf einen Teil von Granville Island

Samstags gings dann trotz dauerhaftem Regen nach North Vancouver zur Capilano Suspension Bridge. Dabei handelt es sich um eine 135m lange Hängebrücke, die über einen 70m tiefen Canyon gespannt ist. Neben der Brücke selbst, gibt es noch andere schwindelerregende Attraktionen, wie zB den Cliffwalk oder Treetop Pass. Alles in allem war es doch sehr vom Wetter getrübt, da ich nach 15 min klatschnasse Füße hatte und es bei ca. 3 °C dann doch recht kalt war. Nachdem wir uns mit Kaffee/Kakao aufgewärmt hatten und die Füße bei einem für die Zeltheizung verwendeten Heißluftgebläse etwas getrocknet hatten, ging es dann für eine Shoppingtour auf die Robson Street, der wahrscheinlich bekanntesten Einkaufsstraße in der Downtown. Dort habe ich dann neue - hoffentlich wasserdichte - Schuhe erstanden, was für die aktuelle Wettersituation in Calgary (bis -15 °C in wolkenlosen Nächten und ein bisschen Schnee) früher oder später sowieso fällig gewesen wäre. Der Abend wurde wiederum mit Bier und Poolbilliard verbracht.

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Am letzten Tag des Aufenthaltes bin ich mit Bruno und Yamile ins Aquarium von Vancouver. Der Rest machte sich auf den Weg zum Granville Market, Gallery of Arts und Sonstigem - Fumi und Nodoka waren übrigens Samstag Mitternacht bereits abgereist. Das Aquarium war nicht schlecht, allerdings auch nichts wirklich außergewöhnliches. Fische eben. Dennoch für das unsichere Wetter keine schlechte Wahl. Nachdem wir unser Gepäck aus dem Hostel geholt hatten, haben wir uns dann schließlich schon auf den Weg zur Busstation gemacht. Vor der Abfahrt haben wir allerdings dem Vancouver Fleamarket (Flohmarkt) noch einen kurzen Besuch abgestattet. Wahnsinnig wie viel Schmarrn man auf so kleiner Fläche stapeln kann. Von 2nd hand Kleidung, über gebrauchte Mikrowellen aus den 1970ern, Gitarren bis hin zu Werkzeug gab es doch eine recht große Auswahl. Cool fand ich die Stände, die noch VHS-Videokasetten, Musikkasetten, Schallplatten oder NES, SNES, Dreamcast und Co führten. Da wir aber etwas in Eile waren, habe ich dann aber nichts gekauft.

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Klassiker: Clownfish

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Eine Delphinshow gab es auch.


Die Heimreise war eigentlich wie die Anreise nichts wirklich beeindruckendes, wir waren sogar nur 5 min zu spät in Calgary, obwohl wir 20 min zu spät abgefahren sind, sowie zwei 40-minütige Stops in Coquitlam und Camloops hatten - warum wissen dabei nur die Götter. Der Bus war etwas besser als der Erste, dennoch war Schlaf eine Rarität, da der Fahrer zB an einer Stelle Zick-Zack über den Highway fuhr, um auf der schneebedeckten Fahrbahn bei Steigung nicht steckenzubleiben.

Neben Vancouver gibt's nicht allzu viel zu sagen. Ich hoffe, dass ich mein Wahlpraktikum diese (Wer's glaubt!) oder Anfang nächster Woche abschließen kann. Eine Synthese läuft gerade, zwei Säulen, ein paar NMRs, UV-Vis, Fluoreszenz und DSC gibts noch zu machen. Ich hoffe, alles klappt wie geplant, was in der Organik jedoch eher die Ausnahme zu sein scheint.
Direktlink  Kommentare: 4 geschrieben von Felix am Montag, 14.11.2011, 20:48
Eingeordnet unter: Canada, Dies und das


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