Felix Blog zu diesem und jenem

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Hier ist mein Nachbau des Lovetone Doppelgänger (R)/(TM). Wie das meiste was im DIY Bereich gebaut wird gibt es dieses Pedal nicht mehr im Handel erhältlich. Lovetone war eine britische Firma, die dafür berühmt war verrückte Effekte zu bauen, die oftmals Schaltplanteile von Synthesizern ausgeborgt haben, um ungewöhnliche Effekte zu erreichen.

Hierbei handelt es sich um einen Phaser, der wie alle Lovetone Produkte mehr Möglichkeiten und daher Potis und Schalter hat, als eigentlich gebraucht werden. Dennoch gilt: mehr Knöpfe, mehr besser! Dieser Umstand hat natürlich auch seine Tücken mit sich gebracht. So verbrachte ich ca. 1,5 Stunden damit, die Platine zu vermessen und Koordinaten für die Bohrlöcher auszurechnen, damit die Platine und somit die Schalter und Potis möglichst zentral liegt, dennoch Platz für 3 Fußschalter und 5 Klinkenbuchsen ist. Wie unschwer zu erkennen ist, ist es sich an manchen Stellen nur haarscharf ausgegangen und das ist dann schlussendlich auch zu meinem Problem geworden, weil der Effekt anfänglich nicht einwandfrei funktionierte. Zwar war ein moduliertes Signal da, jedoch war es aber verrauscht bzw. mit Knarzen unterlegt und manche Poti-Positionen führten zu wilden Oszillationen. Mit Hilfe des Tech-Supports konnte ich schlussendlich den Übeltäter dingfestmachen - natürlich erst, nachdem ich fast alles andere ausgeschlossen hatte. Wie sich herausstellte, gab es einen Kurzschluss/Wackelkontakt zwischen Dry Out und Output. Zwar hatte ich die zwei Buchsen mit Isolierband voneinander getrennt, da sie nur extrem knapp nebeneinander passen (ich hatte nur den Anschlussdurchmesser und nicht den Innendurchmesser berücksichtigt), das hat aber beim Einbau an der Kante nicht standgehalten und es kam an einer nicht mal 1 mm2 großen Fläche zum Kurzschluss. Jetzt da der Fehler behoben ist, sind alle Probleme beseitigt und auch der Klang und Effekt an sich haben sich merklich zum Besseren verändert.

Genug geschwafelt, hier sind die üblichen Bilder:

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Und hier noch für alle die es interessiert das Video, das ich gemacht hatte, um die Probleme im Forum darstellen zu können. Die Oszillationen beginnen bei ca. 1:30. Davon abgesehen, kann man auch sehen wie das Pedal ca. funktioniert. Beim Aktivieren, beginnen die grünen LEDs zu leuchten. Das tun sie in Geschwindigkeit und Amplitude, die der modulierende LFO (low frequency oscillator) hat. Zusätzlich gibt es einen Antiphase mode (bei dem schwingen die 2 LFOs gegengleich mit selber Geschwindigkeit) und die Möglichkeit die zwei LFOs komplett unabhängig voneinander zu machen.

Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix 26.08.2014, 21:13
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Extra für Peter:
Der Urlaub ist zu Ende und es gibt davon wenig zu berichten. Das Wetter war mit wenigen Ausnahmen schlecht. Viel Regen und recht kühl. Bis auf eine kurze Wanderung mit Julian zur Ruine Althofen, einmal baden im Strandbad, sowie eine Spritztour mit Tobi auf dem Segelboot ist eigentlich nicht sehr viel "urlaubiges" gelaufen. Dafür konnte ich mit großer Freude Rasen mähen, beim Hecke schneiden helfen, ein Zimmer ausmalen, sowie Möbel transportieren und aufbauen.

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Damit niemand aus dem Konzept kommt, gibt es wieder ein fertiges Pedal zu zeigen: der Valv-e-tizer von TH Custom Effects.
Das Pedal ist insofern für mich eine Neuheit, da es mein erstes Effektpedal mit Röhre ist. Effektpedal ist schon fast zu viel, da es eigentlich kein Effekt per se ist, sondern dem Signal den wunderbaren Röhrensound verleiht. Natürlich nicht so toll, als wenn man einen kompletten Röhrenamp hat, aber dennoch eine spürbare Verbesserung. Der Klang bekommt etwas mehr Höhen, wird voller und kräftiger und hat auch etwas mehr Biss als ohne. Große Empfehlung. Je nach verwendeter Röhre und ein paar verschiedenen Bauteilen kann mit der Platine auch ein röhrenbasierter Verzerrer gebaut werden. Auf jeden Fall war ich froh, dass alles von Anfang an funktionierte (von einem verkehrt gepolten Spannungsregulator abgesehen), da die 9V Eingangsspannung per Kaskade auf ca. 70V hochgespannt werden, um die Röhre anzutreiben. Bisher hab ich zumindest keinen Schlag bekommen und das Gehäuse ist brav geerdet :D

Ein Dank sei an dieser Stelle Christoph ausgesprochen, der mir das große Loch für die Röhre gebohrt hat. Das Gehäuse war mein erster Ätzversuch und ich bin dabei auf mehrere Hürden gestoßen. So verbrachte ich ca. 3h im Keller der Uni und habe im Dunkeln Belichtungstest des als Maske verwendeten Photolacks gemacht. Es stellt sich heraus, dass Überbelichtung eig. kein Thema ist, es aber nahezu unmöglich ist eine gleichmäßig dicke Schicht davon aufzubringen, was die Resultate wesentlich stärker beeinflusst. Das Cover soll eine Tesla-Spule darstellen, wobei die Röhre die oberste Kugel der Spule sein soll. Da ich aber nicht sehr tief geätzt hatte und mit zu grobem Schmiergelpapier gleich wieder einiges Detail versaut habe, ist das nicht mehr ganz so gut zu sehen. War vlt. nicht die beste Idee gleich mit so filligranen Linien zu beginnen.

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Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von Felix 10.08.2014, 22:39
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