Felix Blog zu diesem und jenem

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Am nächsten Tag ging es recht früh Richtung Los Angeles. Fun Fact: unser doch sehr bescheidenes Zimmer war tatsächlich das schönste im ganzen Motel... Autofahren in LA ist eine eigene Erfahrung für sich. Bei 5 regulären Spuren, 2 Fast/Car Pool Lanes und doppelspurigen Abfahrten PRO Fahrtrichtung muss man sich ziemlich lange im vorraus entscheiden wo man abfahren will. Wie auch immer, wir hatten noch Zeit bis wir Phil treffen wollten, daher fuhren wir über Umwege Richtung Hollywood Sign und kamen per Zufall zu einem Aussichtspunkt auf einem gegenüberliegenden Hügel. Eigentlich ziemlich unspannend, da man das ganze doch schon aus etlichen Filmen kennt und es wirklich nur ein großer Schriftzug auf einem Hügel ist. Dafür war der Blick auf LA ganz gut. Bei einem Ballungsraum mit rund 17 Millionen Einwohnern ist die Smog Wolke nicht überrraschend.

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Ein obligatorisches Photo vom Schriftzug.

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LA vom Ausblickspunkt aus. Die Stadt selbst versinkt im Smog.

Nachdem wir es dann schlussendlich geschafft hatten, Phil zu finden, was etwas länger gedauert hatten, fuhren wir noch zum Hollywood Blvd. / Walk of Fame. Davon gibts hier keine Photos, da Sterne im Boden doch eher langweilig sind. Aber die Burger im HardRock Café waren gut. Abends schauten wir uns noch am Santa Monica Pier um, wo wir einen ungewollten Spaziergang machten (das Navi war doch weiter entfernt, als gedacht).

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Tags darauf führte uns der Weg nach Corona, CA, ca. 1h Fahrt von LA entfernt. Dort ist die Zentral von Fender Musical Insturments Co Inc., wo wir uns im Besucherzentrum umsahen und eine Fabriksführung machten. Leider war unsere Gruppe ca. doppelt so groß wie regulärerweise, sodass man oft nicht gehört hat was Dave zu den einzelnen Stationen erzählte und das ganze sehr gehudelt wirkte. Nichtsdestotrotz ziemlich cool, industrielle Gitarrenproduktion und individuelle Fertigung mal aus der Nähe gesehen zu haben. Danke an den Rest der Gruppe, dass ihr dabei mitgemacht habt!

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Diverse Gitarrenkorpi im Besucherzentrum.

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Verschiedenste Halsprofile, Mensuren, Griffbretter und Kopfplatten stehen zur Verfügung.

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Auftragen. Polieren.

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In der Endfertigung ist die ganze Decke voll mit noch zu bestückenden Korpi.

Am Nachmittag ging die Reise dann weiter nach San Diego. Dort angekommen machten wir die "Altstadt" unsicher. Der Name trügt hierbei, weil es nicht wirklich alt ist; das ganze ist eher eine Ansammlung kleiner meist mexikanischen Läden und Lokale. Sehr nettes Ambiente auf jeden Fall. Zu empfehlen ist das Lokal in der "Casa del Reyes". Allerdings war mein Burrito dermaßen scharf, dass ich bei der Hälfte keinen Bissen mehr runtergebracht hatte.

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Kolibri in der Casa del Reyes.

Der nächste Tag begann nicht ganz wie geplant und ich schrammte in der Parkgarage mit unserem Leihauto im Rückwärtsgang einer Säule entlang. Nach 10 Jahren unfallfreiem Autofahren sowas. Ich hatte eher damit gerechnet am Highway von einem rechtwinklich einbiegenden Auto erwischt zu werden. Zum Glück deckte die Versicherung schlussendlich den Schaden. Dennoch starteten wir dann zur USS Midway, einem stillgelegten Flugzeugträger der US Marine, der in San Diego als Museum zugänglich ist. Motto: "America's living symbol of freedom." Weil nichts so sehr Freiheit ausstrahlt, wie ein tonnenschwerer, bis obenhin bewaffneter Stahlkoloss. Naja, vielleicht noch ein Atom-Uboot. Trotz des ganzen patriotischen Getue sehr imposant. Für Patrik folgen nun viele Bilder von Flugzeugen ;)

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Dive Bomber im Hauptdeck.

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Am Flugdeck.

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"Highway to the Dangerzone!" Man beachte die militärisch korrekte "Ruht" Stellung meinerseits.

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Eine mobile Radarunterstützung. "Awacs Airsupport airborne!"

Am Nachmittag ging es dann ins Seaworld San Diego. Das war eigentlich ganz lustig, auch wenn Phil seine Sonnenbrille auf der Achterbahn verloren/geschrottet hat. Sehr empfehlenswert ist auf jeden Fall die Seelöwen/Otter Show, die alle anderen Shows aufs ärgste parodiert. Daher als letztes anschauen, falls es wen dahin verschlägt. Da sicher jeder weiß wie ein Delphin oder Killerwal aussieht, spar ich mir die Bilder.

Am letzten Tag in San Diego stand erst ein ausgiebiges Frühstück am Programm. Dabei entschieden wir uns für ein Restaurant namens "Botega." Wahnsinnig guter French Toast! Da wir natürlich noch nicht genug Flugzeuge gesehen hatten, machten wir einen Abstecher ins Air&Space Museum. Auch das kann ich sehr empfehlen, wenn sie auch offenbar nicht wissen das Österreich und Deutschland zwei verschiedene Sachen sind.

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Noch eines für Patrik.

Danach ging es um ca. 17:00 Uhr los Richtung Lake Havasu City, Arizona. Laut Google sollte die Fahrt 4h dauern, allerdings brauchten wir dann eher 5 1/2. Dadurch war ein Teil der Fahrt im Dunkeln, quer durch die Wüste mit jeder Menge Bodensenken für die Flash Floods. Phil "Bleifuß" Danner interessierte das eher nicht, und zumindest er hatte Spaß dabei. Bei mir kamen Mamas schlechte-Beifahrer-Gene immer mehr durch und fands nicht so lustig.
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix 23.07.2016, 12:48
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Von Monterey fuhren wir Richtung Osten zum Sequoia Nationalpark, der für den 'Giant Forest' bekannt ist in dem die Sequioa Bäume wachsen nach denen der Park benannt ist. Es handelt sich dabei um Riesenmammutbäume.

Der Weg bis zum Park war auch eine ziemlich coole Strecke, da die Landschaft sich oftmals änderte und man einfach ganz alleine durch die Pampa fährt. Bei den vereinzelten Häusern und winzigen Dörfern rätselt man dann schon, womit die Bewohner ihr Geld verdienen und wo sie zB einkaufen gehen...

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in der Nähe von Coalinga

Die Strecke zum Nationalpark dauerte leider eine Stunde länger als von Google angegeben und dann fuhr man noch über eine recht kleine Bergstraße eine Stunde vom Parkeingang zum Giant Forest. Somit hatten wir dann nur noch wenig Zeit im Park selbst. Nichtsdestotrotz war es eigentlich mein Favorit der Reise, auch wenn die Entscheidung schwer fällt. Auf jeden Fall sehr angenehm kühl. Wir entschieden uns dafür den "Alta-Trail" zum General Sherman Tree zu nehmen, dem größten lebenden Baum der Erde (nicht der höchste, aber vom Umfang und Masse her). Auf dem Weg ist man abgesehen von ein paar Eichhörnchen und einem einsamen Ranger der an einer Weggabelung am Boden saß und gemütlich rauchte komplett alleine unterwegs und kann die Natur und die Bäume in aller Ruhe genießen und auf sich wirken lassen. Bei der Größe der Bäume gehen einem schlichtweg die Adjektive aus, aber ich fand 'gigantisch' war noch stark untertrieben. Die Photos fangen die schiere Größe der Bäume einfachen nicht ein und ich empfehle jedem den Park selbst zu besuchen.

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Suchbild. Ja da ist auch wer drauf.

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Kuckuck!

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Es gab neben diesem entwurzelten Exemplar auch ziemlich viele abgebrannte Baum-Skelette durch Blitzeinschlag. Kein Wunder bei der Höhe.

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Zapfen einer Sugar Pine. Die Zapfen der Sequoia sind ledliglich so groß wie ein Hühnerei. Mussten wir leider alle vor Ort lassen. 15.000$ Strafe.

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Panorama am Weg zurück zum Parkeingang.

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Land unter!

Durch die länger als geplante Anreise und dadurch späte Abfahrt entschlossen wir uns auf der Strecke nach LA abzufahren und ein Motel für die Nacht zu suchen anstatt durchzufahren. Natürlich erwischten wir dabei das schmuddeligste Motel überhaupt direkt neben einer Bahnstrecke auf der alle Stunde ewig lange Züge hupend vorbeirauschten. Kann man nix machen, Prinzessinnenproblem in der Praxis eben, Abenteuer!
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix 18.07.2016, 23:51
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Wie die Meisten wahrscheinlich mitgekriegt haben, war ich den letzten Monat mit Christina und in Teilen Philipp in den USA unterwegs. Hier dazu ein paar best-of Eindrücke der 2095 Photos die ich gemacht hab'; Christina hat noch mehr.

Vorneweg: ich werde die meisten Ortschaften zu Google Maps verlinken, damit ersichtlich ist, wo wir uns rumgetrieben haben.

Angefangen haben wir in San Francisco. Eine schöne Stadt - aber teuer. Am Ankunftstag war nach dem Flug nicht mehr viel Zeit und Lust vorhanden, also drehten wir nur noch eine kurze Runde in Chinatown und Umgebung. Dafür ging es am nächsten Tag dann gleich zur Sache und wir klapperten die ganze Stadt zu Fuß ab. Dabei waren wir ca. 9 h unterwegs und legten auf einer eher konfusen Route ca. 20 km zurück. San Francisco war verhältnismäßig kühl und grade am Ozean ging ein ziemlicher Wind, sodass man durchaus eine Jacke gebrauchen konnte. Dennoch holten wir uns gleich mal Sonnenbrand und aufgrund der unfassbar vielen Hügel in der Stadt war das ganze auch ziemlich anstrengend.

Der Weg führte uns vom Hotel am Union Square zuerst durch Japantown (ziemlich enttäuschend eigentlich) Richtung Osten an der Universität vorbei zu den 'Twin Peaks', zwei etwas höhere Hügel von denen man die Stadt recht gut überblicken kann.

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Typische Häuser etwas außerhalb der Downtown.

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Blick von den Twin Peaks aus.

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Das beste Graffiti überhaupt. Gefunden am Weg zu den Twin Peaks.

Von dort ging es weiter im Zick Zack zum riesigen Golden Gate Park, wo wir uns gegen Museen und für den Japan Tea Garden entschieden. War ganz ok, aber auch teuer. Danach weiter kreuz und quer im Park Richtung Osten.

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Ca. in der Mitte des Parks bogen wir dann schlussendlich ab und marschierten auf der Suche nach Essen vergeblich durch ein Wohngebiet. Unsere vorigen Ansagen beim Hot Dog-Stand und Kiosk im Park "da kommt noch was Besseres und hoffentlich Billigeres" wurden herbe enttäuscht. Bis dahin waren wir schon ca. 7 h unterwegs... So führte uns der Weg schlussendlich in die 'Presidio of San Francisco', einem früher militärsch genutzten großen Grünareal Richtung Golden Gate Bridge. Da sind wir dann nach weiteren 1.5 h endlich angelangt; natürlich war bis dahin das Wetter schon zunehmend bewölkt und diesig (das ist tatsächlich ein hochdeutsches Wort. Wer hätte das gedacht?). Von dort aus nahmen wir dann den Bus zurück Richtung Innenstadt und wanderten über die tlw. sehr steilen Straßen zum oberen Punkt der Lombard Street und weiter zurück zum Hotel.

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Golden Gate Bridge.

Am nächsten Tag machten wir uns wieder zu Fuß auf, um die Innenstadt zu erkunden und landeten irgendwie am Hafen. Ich hatte zugegebenermaßen absolut keine Orientierung, aber Christina kannte sich beeindruckend gut aus. Nach einem Besuch in der Markthalle am Hafen und gefühlt 1000 Bildern von der eigentlich beeindruckenderen "Bay Bridge" ging es weiter zum AT&T Stadium der SF Giants. Die Bay Bridge ist wesentlich länger als die Golden Gate Bridge und hat nur einen kleinen Zwischenstop auf einer Insel, bevor es danach wieder weiter über die Brücke geht. Diesen Teil sieht man auf den Photos allerdings nicht. Warum die Golden Gate Bridge so viel toller sein soll, weiß ich echt nicht. Außer dass sie rot ist und oft im Nebel versinkt, ist die Bay Bridge imposanter.

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San Francisco Bay Bridge.

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Panorama vom Pier 14 aus.

Nachdem wir von der Straßenbahn ziemlich verarscht wurden, schafften wir es dann doch noch schnaufend zum höher gelegenen 'Coit Tower' hinauf, von dem man eine ausgezeichnete Sicht auf die Stadt, Bucht und Ozean hat. Ziemlich zugig da oben!

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Blick auf die Downtown vom Coit Tower aus.

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Der Weg führte uns dann weiter zum Pier 39, der bekannt für seine vielen kleinen Geschäfte und die Seelöwen ist. Ziemlich voll mit Touristen, aber das war zu erwarten. Von dort machten wir noch einen Abstecher zum Fisherman's Wharf und dem 'Musée Mechanique', einer Lagerhalle voll mit alten Spielautomaten, mechanischen Instrumenten und sonstigen Gerätschaften die mit 25 Cent Stücken funktionieren. Da wir danach keine Lust mehr hatten per pedes nach Hause zu hatschen, gönnten wir uns zum Abschied eine Fahrt mit dem Cable Car nach Hause. Naja, fast. Aufgrund des NBA Finales und eventueller Randale fuhr sie nicht bis vor die Haustür, aber zumindest den schlimmsten Teil des Wegs haben wir uns erspart. Außerdem war der Zugführer oder wie man die auch immer bezeichnen mag äußerst unterhaltsam.

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SF Cable Car.


Tags darauf holten wir uns bei Hertz unseren Mietwagen, einen Jeep Compass. Ein echt gemütliches Auto. Mittlerweile bin ich auch soweit, dass ich Automatik Schaltung manueller Schaltung vorziehen würde. Wirklich viel angenehmer, sowohl im Stadtverkehr als auch auf der Autobahn. Obwohl die Schaltung mit dem Tempomaten ab und zu etwas durchdreht, wenn man zu schnell die Geschwindigkeit erhöht. Es ging jedenfalls über die Golden Gate Bridge aus der Stadt raus Richtung Norden ins Napa Valley, bekannt für Weinbau. Dort schauten wir uns in der idyllischen Ortschaft Yountville um (wie spricht man das bitte aus?!) und fuhren nach dem Mittagessen wieder retour Richtung Süden nach Berkeley, wo wir uns den Campus der renommierten Universität anschauten. Anschließend fuhren wir nach Monterey. Dabei ging es abermals durch San Francisco durch, dieses Mal jedoch über die Bay Bridge. Photos von den Brücken beim Durchfahren hat Christina, die muss ich mir noch holen... EDIT: Hab' sie mittlerweile und sind auch schon hinzugefügt worden.

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Napa Valley aus dem Auto photographiert.

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"Steinpilze" am Postamt in Yountville.

Nach 'Frisco' ging es dann über den Pacific Coastal Highway 'CA-1' wie der Name sagt an der Küste entlang weiter. Wahnsinnig tolle Blicke auf den Ozean, die tlw. sehr steilen Klippen und ein paar Surfer. Einen Halt haben wir uns dort irgendwo auf der Strecke auch gegönnt; sehr entspannt einfach dazusitzen und dem Rauschen zuzuhören. Von Monterey selbst haben wir dann eig. nichts mehr gesehen, da wir schon recht spät ankamen und noch kurz einkaufen waren. Christina hat sich im Safeway, einer Supermarkkette, kaum mehr eingekriegt, abwechselnd vor lachen und weinen. Das erste Mal in einem amerikanisch dimensionierten Laden ist schon etwas für sich.

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Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix 12.07.2016, 18:12
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