Felix Blog zu diesem und jenem

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Wie neulich berichtet, hab' ich mir eine neue Gitarre - eine Epiphone Les Paul Standard Plustop Pro - bestellt. Diese ist letzten Donnerstag nach lediglich zwei Tagen angekommen und ich hab' sie mir heute abgeholt. Der aufmerksame Leser wird sich nun denken: "Warum macht er so einen Hype um die Gitarre und holt sie dann erst eine Woche später ab?" Eine durchaus berechtigte Frage.

Wie es der Zufall, meine Tolpatschigkeit, meine Unfähigkeit oder gar der Teufel so will, hatte ich letzte Woche just an dem Tag der Ankunft meiner Gitarre einen Arbeitsunfall im Labor. Dabei ist mir beim Abspülen eine eingeseifte, rutschige Kühlfalle entglitten und im reflexartigen Versuch sie zu fangen, hab ich sie in die Kante des Waschbeckens geschmettert und mit meiner Hand direkt hinterhergegriffen. Dabei hab ich mir innenseitig in den linken kleinen Finger geschnitten, was mir einen Aufenthalt im UKH verschafft hat. Manch' einer wird sich jetzt an den Kopf greifen und sich denken, dass wie das doch schon vor kurzem hatten. Stimmt, vor 2 Monaten wars aber mein rechter Daumen, der gelitten hat. Wie auch immer, ich hatte Glück im Ungluck, da ich die Gelenkskapsel, die Arterie, den Nerv und zwei Sehnen knapp verfehlt, jedoch ein Band leicht angeschnitten habe. Kurzum: nach Anästetikum und einer Erkundungstour in der Wunde gab's vier Stiche und eine Schiene, damit das Band verheilen kann. Es tut zwar nicht weh, nervt aber unglaublich, weil ich neben Gitarre spielen auch vor hatte baden zu gehen, Fußball zu spielen und im Labor was weiterzubringen. Alles ab hoffentlich diesen Freitag wieder machbar.

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Hoffentlich bin ich dieses Teil ab Freitag los

Nun, aber zurück zur Gitarre. Heute abgeholt, habe ich mich kaum getraut sie mehr oder weniger einhändig auszupacken. Tollkühn wie ich bin, hab' ich das dann doch geschafft und ich war/bin gerade im siebten Gitarrenhimmel. Oder im 6.5-ten. Ein paar kleine Mankos gibts leider schon. Optisch ist die Gitarre ein Traum, jedoch war ich etwas überrascht, dass das Pickguard, der Korpusrand und die Umfassungen der Tonabnehmer cremefarben statt dem eigentlich erwarteten weiß sind. Mittlerweile find ich es aber sehr passend. Das Finsih ist umwerfend, vom blau ins grün verlaufend; auch der Verkäufer war beim kurzen Blick auf das gute Stück recht begeistert, da jedes Stück aufgrund der Maserung und verschiedener Produktionsstätten eigentliich ein Unikat ist; er meinte ich hab' eine sehr schöne erwischt - dem kann ich nur zustimmen.
Neben der Optik muss ich sagen, dass ich auch vom Ton beeindruckt bin, der eigentlich in keinem Vergleich zu meiner Squier Stratocaster steht und auch auf meinem 15W Transistorverstärker überzeugt. Einziges Manko dabei ist der buzz der 2 tiefen Saiten - ein unerwünschtes Geräusch das entsteht, wenn die Saite an einem Bundsteg ankommt und ein leichtes Scheppern erzeugt. Entweder liegts an meiner sehr eingeschränkten Grifftechnik oder ich muss sie noch ein wenig nachstellen lassen - daher nur der 6.5te Himmel. Genug der Worte, her mit den Bildern:

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P.s.: Diese Schönheit bedarf eines Namens. Ich bitte um entsprechende Vorschläge. Sieglinde, Edeltraut und dergleichen könnt' ihr euch gleich sparen.
Pp.s: Rechtschreibfehler seinen mir bitte mehr als üblich verziehen. Einhändig tippt es sich nicht ganz so toll.
Direktlink  Kommentare: 3 geschrieben von Felix 24.07.2013, 21:03
Eingeordnet unter: Musik


Wie bereits berichtet, bin ich dabei eine neue Gitarre zu erstehen. Nach ausgiebiger Internetrecherche war ich heute nochmals in der Klangfarbe um die engere Auswahl auszutesten. Nach abermaligem kurzen Schmökern und einem letzten verträumten Blick auf die wunderschöne Düsenberg, hab ich mir dann von einem der übrigens sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter zuerst eine Epiphone Les Paul Custom Pro anstecken lassen - leider hatten sie die Gitarre meines Verlangens nicht im Haus, da sich die Custom lediglich durch die goldenen Metallteile und der Lackierung von der PlusTop unterscheidet, war das kein Problem. Verstärker zum Versuchen war ein sehr kleiner Röhrenverstärker, damit ich dann auch nicht vom Klang auf meinem vergleichsweisen doch sehr simpel gestrickten Fender 15G Frontman Transistorverstärker enttäuscht bin.

Ich war mit der Gitarre sehr zufrieden, sie war sehr angenehm zu spielen, klanglich auch sehr fein. Nettes Gimmick ist die Möglichkeit die Lautstärkeregler der Humbucker nach oben zu ziehen, um von Doublecoil auf Singlecoil zu ändern. Für Laien - also mich inkludiert - eine kurze Erklärung: Elektrische Gitarren werden über mit Spulen umwickelte Magneten abgenommen; ein Humbucker ist eine mittlerweile Standard gewordene Art von Tonabnehmer bei der zwei Reihen von Magneten in gegengesetzter Richtung gewickelt werden, sodass das Signal/Noise Verhältnis besser wird. Beim Umschalten von Double Coil (Humbucker Sound) auf Single Coil ("normaler" einreihiger Tonabnehmer) wird also quasi nur der halbe Tonabnehmer verwendet, was den Klang relativ stark verändert. Diese Option ist zwar nicht unbedingt notwendig, aber sicher nicht schlecht zu haben.

Ich hab danach zum Vergleich noch eine Hagstrom Super Swede ausprobiert. Ebenfalls eine sehr feine Gitarre. Das Gefühl beim Spielen war etwas angenehmer als bei der Epiphone, klanglich waren sie sehr ähnlich, dennoch bevorzugte ich die Epiphone ein wenig.

Summa summarum hat die Epiphone gewonnnen, weil:

* der Klang etwas besser war, bei nur geringen Unterschieden im Spielverhalten
* die Möglichkeit zwischen Double- und Single-coil Sound zu wechseln besteht
* sie den klassischen Les Paul Korpus hat (da Epiphone ein Tochterunternehmen des Originalherstellers Gibson ist)
* sie von der Einspannmechanik her optisch schöner ist
* sie auch in der Farbe meines Begehrs zu haben ist
* und last but surely not least: sie ist um 160€ billiger

Pluspunkte der Hagstrom wären:
* der schönere Kopf und die stilvollere Stimmmechanik
* die Volume- und Toneknöpfe
* das geringere Gewicht
* und das angesprochene leicht bessere Feeling beim Spielen

Somit hab ich dann schlussendlich die Epiphone Les Paul Standard PlusTop Pro bestellt und kann sie in ca. 1-2 Wochen abholen!Abschließend noch ein Bild der Schönheit:

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Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von Felix 16.07.2013, 20:46
Eingeordnet unter: Musik


Angetrieben durch den Wunsch besser und mehr Gitarre zu spielen und vor allem auch durch den vermehrten Konzertbesuch der letzten Woche (Joe Satriani, Calexico und Depedro - gefolgt vom Harvest of Art Festival dieses Wochenende), habe ich den erneuten Wunsch mir eine neue Gitarre anzuschaffen. Bisher hat der Drang sich jedes mal wieder verflüchtigt, bevor ich einen konkreten Beschluss fassen konnte oder die Stimme der Vernunft "meine jetzige Gitarre reicht doch" hat gesiegt. Dieses Mal hält sich der Wunsch nach besserem Klang und gehobener Ästhetik jedoch hartnäckig.

So stehe ich nun vor dem Dilemma mich für eine Gitarre entscheiden zu müssen, was sich trivialer anhört als es ist. Dass ich schon seit längerem ein Faible für Les Paul Gitarren entwickelt habe, grenzt zwar die Suche ein, dennoch findet man schon alleine beim Stöbern im Internet unzählige schöne Modelle. Fast noch schlimmer gemacht hat es dann mein Besuch im Klangfarbe im Gasometer - übrigens sehr empfehlenswert um ganze Nachmittage an Zeit totzuschlagen - da die Auswahl schier unendlich erscheint. Zwar kann ich einige Varianten schon preisbedingt ausschließen (zB alles von Gibson), jedoch hab ich mich in eine wunderschöne Gitarre des deutschen Herstellers Düsenberg verliebt, die natürlcih auch außerhalb der von mir angepeilten Preisklasse liegt und hier wieder eine leise Stimme im Kopf versucht, sie mir auszureden, da eine Profi-Gitarre für mich, der nicht öffentlich spielt, unnötig erscheint. Dennoch wäre es natürlich schön, ein Instrument von derartiger Schönheit mein Eigen zu nennen.

Zusätzlich dazu hat sich wieder gezeigt, dass ich gerne eine Semiresonanzgitarre hätte, also eine Mischung aus Akustik und elektrischer Gitarre, die ebenfalls von Düsenberg in unfassbarer Schönheit gebaut werden. Zumindest gibt es die unerreichbaren Düsenberg Starplayer TV (Gott sei Dank) nicht in der von mir ersehnten Farbe, was sie ein klein wenig uninteressanter macht. Daher fällt die derzeitige Auswahl höchstwahrscheinlich auf eine Epiphone Les Paul Standard Plustop Pro in Trans Blue.

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Epiphone Les Paul Standard Plustop Pro in Trans Blue

Epiphone ist nebenbei bemerkt die preisgünstige Tochter von Gibson und sollte für mein Können mehr als ausreichend sein und selbst falls ich unerwarteterweise doch noch irgendwann ein Gitarrengott werde, ist diese Modell mit 400€ auch erschwinglich und reißt kein allzu tiefes Loch in mein Budget. Die Gitarre vereint einerseits die klassische, originale Les Paul Korpusform mit dem angehobenen Pickguard (das weiße unter den Saiten) mit der Möglichkeit die Gitarre in der gewünschten blauen Farbe zu erhalten. Andererseits bin ich wiederum hin- und hergerissen, ob eine solidbody-Gitarre (der Korpus ist im Gegensatz zur Akustik/Semiakustik Gitarre nicht hohl) das Richtige ist, da ich doch eine Semiresonanz anstreben würde. Diese besitzen nämlich neben einem anderen Klang auch meist über wunderhübsche Mechaniken zum Einspannen der Saiten inklusive Tremolohebel. Diese Gitarren laufen jedoch wieder sehr schnell in den 4stelligen Bereich.

Des weiteren bin ich durch den Besuch im Klangfarbe auf die schwedische Marke ]url=www.hagstromguitars.eu]Hagstrom[/url] aufmerksam geworden, die ebenfalls sehr nette Gitarren baut. Dabei gefällt mir die Tremar Super Swede eigentlich am besten (hier zu sehen auch die vorher beschriebene Mechanik mit Tremolohebel), jedoch hat auch diese Gitarre optische Abstriche, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will und kostet 200€ mehr als obige Epiphone.

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Hagstrom Tremar Super Swede in Wild Cherry

Alles in allem, muss ich sagen, dass ich wirklich am Schwanken bin, wie gut und damit teuer die angestrebte Gitarre denn sein soll und darf, so dass ich einersetis zufrieden bin und sie andererseits auch zu meinem Level des Spielens ungefähr passt. Vor allem, weil bei einer wirklich guten Gitarre müsste natürlich auch mein 15 Watt Transistorverstärker durch einen Röhrenverstärker erstetzt werden, um klanglich ausgekostet zu werden. Das würde leider wieder eine Stange Geld kosten und es wäre in meiner Wohnung eh auch nicht möglich diesen wirklcih zu benutzen.

Im Moment stehe ich also vor der Auswahl einer kleinen Anzahl von erschwinglichen Gitarren, die mir optisch gefallen, um diese dann anzuspielen. Es ist doch sehr zu hoffen, dass sich Klang, Spielbarkeit und Optik unter einen Hut bringen lassen.

...Fortsetzung folgt...
Direktlink  Kommentare: 0 geschrieben von Felix 11.07.2013, 18:43
Eingeordnet unter: Musik


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