Felix Blog zu diesem und jenem

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Wie bereits angekündigt, haben wir uns dieses Wochenende auf einen Trip nach Vancouver eingelassen. Die Gruppe bestand dabei aus Bruno, Victor, Fumi, Nodoka, Catalina, Yamile, Lorena, Sandy, Natacha, Bernhard und mir; es waren jedoch unabhängig davon noch andere Kleingruppen unterwegs. Die Strecke Calgary-Vancouver haben wir mit dem Greyhound Bus absolviert, da Canada über kein ausgedehntes Schienennetzwerk verfügt und fliegen ca. das Vierfache gekostet hätte (Preis des Buses: 150$). Die Reise dauerte rund 15 Stunden und war nicht gerade sehr angenehm, da wenig Platz für die Füße, der Sitz nur wenig aus der 90° Position verstellbar war und es generell schwierig ist zu schlafen, wenn es immer wieder rüttelt und wackelt.

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Nichtsdestotrotz kamen wir in einem Stück in Vancouver an und haben erst mal in der Jugendherberge Samesun in der Downtown von Van eingecheckt. Zimmer waren leider nicht der Bringer, daher würde ich das Hostel nicht unbedingt weiterempfehlen.
Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, machten wir uns in 2 separaten Kleingruppen auf und erkundeten ein wenig die Downtown, das Hafengebiet und schließlich den auf einer Halbinsel gelegenen Stanley-Park. Wirklich eine wundervolle Stadt, die quasi alle landschaftlichen Facetten bietet. Von modernen Gebäuden in der Downtown, dem eindrucksvollen Stadion der Vancouver 2010 Olympic Winter Games, vielen Parks, dem Pazifik, bis zu schneebedeckten Bergen ist alles zu finden. Nach dem Besuch im Stanley Park war der Plan an sich den Sonnenuntergang am Strand der University of British Columbia zu genießen, was sich zeitlich leider nicht mehr ausging. Deswegen haben wir ihn dann eben am Strand der Downtown betrachtet. Mit Palmen und Sandstrand vergisst man leicht, dass man eigentlich im für kalte Winter bekannten Kanada ist.

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Panorama-Shot am Hafen

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Teil der Downtown am Hafen mit rot-verfärbtem Ahorn im Vordergrund

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Totems im Stanley Park

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v.l.n.r.: Catalina, Yamile, Natacha, Sandy,Lorena, Nodoka, Victor, Bernhard, Fumi und Bruno

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Sonnenuntergang am Strand der Downtown

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Eine Wal-Statue nahe der Olympischen Fackel. Nein, ist leider kein Lego


Am zweiten Tag gings dann Schlechtwetter bedingt ins Museum of Anthropology auf dem Campus der UBC. Die Ausstellung war ganz nett, auch wenn tlw. etwas mehr Info zum Exponat nicht schlecht gewesen wäre. Obwohl wenn ich es recht bedenke, dann war ich aufgrund der vielen Exponate eh schon quasi reizüberflutet mit neuen Sachen. Auf dem Weg zum leider geschlossenen Pacific Museum of Earth wurden wir dann von einem kurzen Hagelschauer mit starken Windböen überrascht. Ich muss sagen, dass mir das Wetter in Calgary eigentlich besser gefällt. Hier ist es schön kalt, hat heue wieder geschneit und es ist nicht immer nass und windig. Nachdem das zweite Museum geschlossen war, haben wir uns stattdessen zum Granville Island Public Market aufgemacht, um ein paar italienische und griechische Köstlichkeiten zu genießen. Es gab auch richtigen Käse, war mir dann aber doch zu teuer, außerdem hatte ich auch keinen Kühlschrank, um ihn zu lagern. Abends gings dann nach einem kurzen Besuch in Chinatown in ein japanisches Restaurant (Vancouver ist für seine vielen asiatischen Restaurants sozusagen bekannt) und schlussendlich noch auf ein, zwei Bier.

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Blick auf einen Teil von Granville Island

Samstags gings dann trotz dauerhaftem Regen nach North Vancouver zur Capilano Suspension Bridge. Dabei handelt es sich um eine 135m lange Hängebrücke, die über einen 70m tiefen Canyon gespannt ist. Neben der Brücke selbst, gibt es noch andere schwindelerregende Attraktionen, wie zB den Cliffwalk oder Treetop Pass. Alles in allem war es doch sehr vom Wetter getrübt, da ich nach 15 min klatschnasse Füße hatte und es bei ca. 3 °C dann doch recht kalt war. Nachdem wir uns mit Kaffee/Kakao aufgewärmt hatten und die Füße bei einem für die Zeltheizung verwendeten Heißluftgebläse etwas getrocknet hatten, ging es dann für eine Shoppingtour auf die Robson Street, der wahrscheinlich bekanntesten Einkaufsstraße in der Downtown. Dort habe ich dann neue - hoffentlich wasserdichte - Schuhe erstanden, was für die aktuelle Wettersituation in Calgary (bis -15 °C in wolkenlosen Nächten und ein bisschen Schnee) früher oder später sowieso fällig gewesen wäre. Der Abend wurde wiederum mit Bier und Poolbilliard verbracht.

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Am letzten Tag des Aufenthaltes bin ich mit Bruno und Yamile ins Aquarium von Vancouver. Der Rest machte sich auf den Weg zum Granville Market, Gallery of Arts und Sonstigem - Fumi und Nodoka waren übrigens Samstag Mitternacht bereits abgereist. Das Aquarium war nicht schlecht, allerdings auch nichts wirklich außergewöhnliches. Fische eben. Dennoch für das unsichere Wetter keine schlechte Wahl. Nachdem wir unser Gepäck aus dem Hostel geholt hatten, haben wir uns dann schließlich schon auf den Weg zur Busstation gemacht. Vor der Abfahrt haben wir allerdings dem Vancouver Fleamarket (Flohmarkt) noch einen kurzen Besuch abgestattet. Wahnsinnig wie viel Schmarrn man auf so kleiner Fläche stapeln kann. Von 2nd hand Kleidung, über gebrauchte Mikrowellen aus den 1970ern, Gitarren bis hin zu Werkzeug gab es doch eine recht große Auswahl. Cool fand ich die Stände, die noch VHS-Videokasetten, Musikkasetten, Schallplatten oder NES, SNES, Dreamcast und Co führten. Da wir aber etwas in Eile waren, habe ich dann aber nichts gekauft.

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Klassiker: Clownfish

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Eine Delphinshow gab es auch.


Die Heimreise war eigentlich wie die Anreise nichts wirklich beeindruckendes, wir waren sogar nur 5 min zu spät in Calgary, obwohl wir 20 min zu spät abgefahren sind, sowie zwei 40-minütige Stops in Coquitlam und Camloops hatten - warum wissen dabei nur die Götter. Der Bus war etwas besser als der Erste, dennoch war Schlaf eine Rarität, da der Fahrer zB an einer Stelle Zick-Zack über den Highway fuhr, um auf der schneebedeckten Fahrbahn bei Steigung nicht steckenzubleiben.

Neben Vancouver gibt's nicht allzu viel zu sagen. Ich hoffe, dass ich mein Wahlpraktikum diese (Wer's glaubt!) oder Anfang nächster Woche abschließen kann. Eine Synthese läuft gerade, zwei Säulen, ein paar NMRs, UV-Vis, Fluoreszenz und DSC gibts noch zu machen. Ich hoffe, alles klappt wie geplant, was in der Organik jedoch eher die Ausnahme zu sein scheint.
Direktlink  Kommentare: 4 geschrieben von Felix 14.11.2011, 20:48
Eingeordnet unter: Canada, Dies und das


Hier in Calgary gibt es nicht allzu viel zu berichten: Der erste Schnee ist am Freitag gefallen, leider nur 3 cm und das ist beinahe schon wieder weg. Ich hoffe doch schwer, dass hier noch einmal eine gehörige Portion dazukommt.

Weiters ist mein 8-wöchiges Wahlpraktikum eigentlich zu Ende, da ich aber neben Synthesen noch keinerlei DSC, UV-VIs Messungen oder Gelbilduns-Studien gemacht habe, wird wohl um 1-2 Wochen verlängert. Außerdem müssen wir noch herausfinden, ob die Dimerisierung eines pi-Systems funktioniert hat. Falls ja, sollte die Reaktion noch auf die anderen 2 Systeme übertragen werden; falls nicht, sollte ich dennoch das P-Oxid reduzieren und methylieren. Klingt meiner Meinung nach nach mindest 2 Wochen Arbeit... irgendwie hab ich das Gefühl, dass das auf der Organik Standard ist, länger zu arbeiten, als eigentlich ausgemacht. Ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich seit ca. 1 Monat meine NMRs eigenständig aufnehmen darf, was eine wirklich feine Sache ist und mir in Wien sicher behilflich sein wird.

Weiters wird mir immer wieder bewusst, dass ich nur mehr noch rund 1.5 Monate Aufenthalt hier habe. Dabei erscheint es mir, als wäre ich erst angekommen. Ich hätte entweder früher kommen oder später abreisen sollen, um noch etwas Reisen anzuhängen. Schließlich ist Canada riesig und es gäbe sehr viel zu sehen. Aber immerhin geht's am Mittwoch nach Vancouver, darauf freu' ich mich schon...
Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von Felix 07.11.2011, 03:12
Eingeordnet unter: Canada, Dies und das


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